Schade, aber wir mussten heute morgen unser Paradies in Sabie wirklich verlassen. Für den Südafrika-Einstieg gibt es, glaube ich, keine bessere Herberge für die ersten Nächte. Man lebt total idyllisch, bekommt super Tipps von den Vermietern und wird toll bewirtet. Nachdem wir uns im Gästebuch verewigt hatten (vorher durften wir nicht weg), haben wir uns wieder auf die gleiche Strecke wie gestern begeben, nur dass wir dieses mal ne Ecke weiter gefahren sind. Nach den Three Rondavels, die wir uns ja gestern noch angeschaut hatten, ging es einen steilen Pass bergauf. Die Trucks mussten sich echt quälen und sind teilweise im Schritttempo gefahren. Oben auf dem Pass befand man sich in einem ganz engen Tal, rechts und links der Straße haben wieder ganz viele Einheimische ihre Waren feil geboten und man musste durch einen Tunnel fahren, um aus dem Tal wieder rauszukommen. Dann ging es fast 50 km geradeaus (und ich meine wirklich geradeaus) bis nach Phalaborwa. Hier wohnen die zwei Südafrikaner, mit denen wir gestern gefrühstückt haben und es ist ein Tor zum Krüger Nationalpark. Wir haben nochmal vollgetankt, uns die Scheiben putzen lassen und noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft.
Dann haben wir im Park eingecheckt und los ging es. Die ersten km sind wir fast im Schritttempo gefahren, da wir ja was hätten übersehen können. Und tatsächlich standen plötzlich drei riesige Elefanten am Straßenrand. Wir konnten uns gar nicht satt sehen. Irgendwann sind wir weitergefahren und auf eine Schotterpiste abgebogen, auf der wir uns dann ca. 15 km haben durchschütteln lassen. Da wir aber außer vertrocknetem Busch gar nichts mehr an Wild gesehen haben, sind wir zurück auf die geteerte Straße. Wir mussten bis 18 Uhr in unserem Camp sein, da sonst die Tore schließen und wir im Park hätten übernachten müssen. Die Rückkehr auf die geteerte Straße war auch richtig, denn ein paar km weiter haben wir gleich ein paar Warzenschweine und kurz danach ein paar Wasserbüffel gesehen. Unglaublich, was hier alles direkt vor der Nase rumläuft.
Irgendwann sind wir am Olifants-River gelandet und dort haben wir plötzlich Elefanten ohne Ende gesehen. Einer hatte zwei Junge dabei und ist dann auch mal in unsere Richtung gelaufen, um die Jungen zu verteidigen. Andi hat schnell Gas gegeben und wir sind lieber abgehauen. Um die nächste Kurve rum dachten wir, wir trauen unseren Augen nicht – da stand tatsächlich ne Giraffe und hat uns direkt angeglotzt. Okay, sie stand ne Etage höher als wir. Sie ist dann total langsam über die Straße und wir konnten gar nicht genug Bilder kriegen.
Um 17.36 Uhr sind wir im Olifants Camp angekommen, haben eingecheckt und unsere coole Hütte direkt am Abgrund mit Blick auf den Fluss übernommen. Hier gibt es sogenannte Rondavels, runde afrikanische Hütten. Außen ist eine Küche, ein Grill und innen sind halt zwei Betten und ein Bad. Da es heute affig heiß war (ca. 40 Grad!!!), haben wir zuerst die Klimaanlage angeschmissen und uns mit einer Art “Autan” eingeschmiert und eingesprüht, da wir hier in Malariagebiet sind (liebe Eltern, bitte nicht die Krise kriegen
) Da es dann eh schon dunkel war, haben wir uns in die Hütte verzogen, um den Moskitos möglichst aus dem Weg zu gehen. Morgen früh wollen wir zum Sonnenaufgang um 5.30 Uhr aufstehen. Da wir nur auf die Terrasse müssen, ist das bestimmt ein toller Blick auf den Fluss. Habe gerade noch gelesen, dass wir unseren Kühlschrank draußen möglichst mit der Tür zur Hüttenwand drehen sollen, da sonst die Affen nachts alles rausklauen. Guter Hinweis, das tun wir doch lieber noch! Gute Nacht!
