Ist das hier eine traumhafte Lodge. Heute morgen haben wir mit dem Deutschen und seiner Mutter zusammen auf der Terrasse gefrühstückt. Er ist in Afrika echt schon weit rumgekommen und hatte gute Tipps. Als sie aufgebrochen sind, hat sich ein Paar aus Johannesburg zu uns gesetzt und noch ein bisschen gefachsimpelt, ob es Südafrika in ein paar Jahren besser gehen und ob der Unterschied zwischen Arm und Reich schwinden wird. Gegen 9 Uhr konnten wir uns loseisen und haben uns in Richtung Swaziland aufgemacht. Wir sind durch riesige Bananenplantagen und Zuckerrohrfelder gefahren und die Landschaft wurde immer hügeliger.
Dann kam wir an die Grenze bei Jeppe`s Rief. So einen Grenzübergang mit Auto sind wir bei uns echt nicht mehr gewohnt. Vor uns war eine Busladung Leute, so dass wir uns immer abgucken konnten, wo wir als nächstes hinmüssen. Zuerst haben wir einen Schnipsel für unser Auto gekriegt. Dann mussten wir aussteigen, in ein Grenzhaus und uns einen Ausreisestempel für Südafrika holen. Der schwarze Typ dort meine “Wiedersehen” und hat nur gegrinst. Dann sind wir durch eine Schranke gefahren und waren wohl im “Niemandsland”. Also mussten wir wieder aussteigen und in das Häuschen für die Einreise ins Swaziland. Auch hier wurden unsere Pässe wieder gestempelt und wir mussten eine Gebühr für unser Auto zahlen (umgerechnet 4 EUR). Dafür haben wir wieder einen Schnipsel in doppelter Ausführung gekriegt, den wir einmal am Schlagbaum und dann wohl wieder bei der Ausreise abgeben müssen. Unsere Erlaubnis für unseren Mietwagen, die wir von Hertz bekommen haben, wollte irgendwie keiner sehen. Na ja, was wir haben, haben wir.
Und dann waren wir nach dem nächsten Schlagbaum im Swaziland. Eigentlich kommt man sich hier vor wie in Bayern oder Österreich. Überall ist es hügelig, man fährt bergauf und bergab und überall stehen Kühe rum. Ok, bei uns wären sie eingezäunt – hier stehen sie auf der Straße rum.
Irgendwie hatten wir uns beide das Swaziland wenig besiedelt vorgestellt, aber hier sieht man – soweit das Auge reicht – überall Hütten rumstehen. Wir sind an einem großen Stausee vorbeigefahren und es ging als weiter bergauf. Auf den Straßen ist eigentlich recht wenig los, man muss nur auf die rumlaufenden Leute und Kinder aufpassen. Autos scheinen die hier echt wenige zu haben. In Südafrika war schon wenig los, aber das toppt es noch.
Ca. 40 km nach der Grenze ging es zu einem Nature Reserve rechts ab, wo ein Wasserfall sein sollte. Wir sind ewig lang auf einer Schotterpiste durch den Wald gefahren bis wir nach einer super steilen Straße bergab plötzlich vor einer traumhaften Lodge standen. Einzelne Hütten standen auf dem riesigen Grundstück und man hat als das Wasser im Hintergrund gehört. Tagesbesucher konnten durch den Wald zu dem Wasserfall, was wir getan haben. Urlauber können hier in völliger Abgeschiedenheit einen traumhaften Urlaub verbringen. Hier ist halt nichts – nicht so wie in Deutschland, sondern wirklich nichts! Das nächste Geschäft liegt ca. 30 km entfernt. Eine kleine Affenbande hat uns begrüßt sind aber hektisch weggelaufen, als wir sie beobachtet haben. Nachdem wir uns die Wasserfälle angeschaut hatten, haben wir dieses Paradies wieder verlassen und sind in Richtung Mbabane, der Hauptstadt gefahren. Wir waren plötzlich auf einer 2spurigen Autobahn, auf der aber mehr Fußgänger als Autos unterwegs waren. Gegen 15 Uhr waren wir in unserem Hotel und haben überlegt nochmal in die Stadt zu fahren. Da hier aber ein super Pool, Liegen und tolle Sonne war, haben wir beschlossen, den Nachmittag mal zu relaxen und haben uns in die Sonne gehauen. Das muss auch mal sein!
