Hallo, ja wir leben noch. Hatten im Swaziland kein Internet und hier geht es auch nur manchmal.
Heute morgen sind wir um 5 Uhr aufgestanden und haben von unserem tollen Balkon den Sonnenaufgang geschaut. Als um 6 Uhr die Camptore geöffnet haben, sind wir bis ganz ans Ende vom Park gefahren, da dort gestern Leoparden und Löwen gesichtet wurden (angeblich). Wir waren gegen 7.30 Uhr am Camp am anderen Ende des Parks und haben dort gefrühstückt. Unterwegs ist eine Giraffe ein Stück Straße mit uns Autos gelaufen, war echt lustig.
Dann haben wir uns auf die Schotterpiste gemacht und sind kräftig durchgeschüttelt worden. Die Straßen im Park sind allgemein eine Katastrophe. Selbst die geteerten Wege sind so voller Schlaglöcher,dass man ständig nur durch die Gegend fliegt. Tiere gucken ist da als Fahrer nicht – eher Schlagloch-Slalom-Fahren! Mir ist jetzt noch schlecht von dem Rumgeschuckel.
Wir haben zwar ein paar Tiere zu Gesicht bekommen, leider aber nicht die von uns erhofften Löwen oder gar Geparden/Leoparden. Daher sind wir am frühen Nachmittag wieder zurück in unser Hilltop Camp, haben uns im Mini-Supermarkt hier ein paar Spaghettis und Ketchup gekauft und uns was zu Essen gemacht. Den Nachmittag verbringen wir auf unserem traumhaften Balkon. Von überall hört man die Affen schreien, ist echt ein Paradies hier. Während ich hier sitze springen sie unterhalb als von Baum zu Baum
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Da der Bericht heute sonst ja sehr kurz ausfallen würde, habe ich die Tage noch ein paar allgemeine Dinge über Land und Leute gesammelt, die uns so aufgefallen sind.
Allgemeines zu Südafrika: Generell sollte man sich hier vor einer Fahrt immer Gedanken über den Stand des Autotanks machen, denn Tankstellen sind hier teilweise echt selten. Interessanterweise steht an den Tankstellen auch kein Preis, unsere Vermieterin in Sabie hat uns gesagt, das hängt damit zusammen, dass es überall gleich viel kostet.
Entlang der Straßen sieht man immer wieder Müllsammler, die km-weit mit ihren Säcken die Straßengräben ablaufen und alles einsammeln. Eigentlich waren auch nur die Außenbezirke von Johannesburg dreckig, ansonsten lag auf unserer bisherigen Tour kaum Müll rum. Hätte ich auch anders erwartet.
Dass unterwegs überall Leute rumstehen, die auf die kleinen Busse warten, hatte ich schon erwähnt. Interessant ist es, wenn man auf Kreuzungen von großen Straßen kommt. Da sind wahre Umschlagplätze von Leuten rechts und links der Fahrbahn – was ein Gewusel!
Wenn man auf der Straße unterwegs ist, interessieren die Geschwindigkeitsbegrenzungen auch nicht wirklich jemanden. Die meisten Straßen haben einen breiten Seitenstreifen. Es ist total üblich, die schnelleren einfach vorbei zu lassen, in dem man links auf den Seitenstreifen fährt. Durchgezogene Linien auf der Mitte – sprich Überholverbot interessiert keinen. Ausnahme: Im Swaziland haben sie uns alle gewarnt, wir sollten ja auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen achten, da die Polizei ganz viel blitzt. Ich bin dann 10 km auf ner Landstraße 60 km/h gefahren, da kein Aufhebungsschild nach ner Ortschaft kam. Hinter mir hing einer 10 km auf meiner Stoßstange, bis er endlich überholt hat – und es war die Polizei! Mann, war ich froh, dass ich den Tempomat drin hatte und ein dickes Fell!
Was uns auch bisher überall aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die Afrikaner überhaupt keine Geschäftsleute sind. Wenn man wo hinkommt und was kaufen will, kriegt man immer erst mal erklärt, was nicht geht oder was z. Zt. nicht da ist. Dem Kunden dann eine Alternative anzubieten ist nicht. Man muss durch mühsames Fragen sich so lange durchhangeln, bis man irgendetwas anderes bekommt und herausgefunden hat, was überhaupt verfügbar ist. Man ist fast geneigt, wieder zu gehen ohne was gekauft zu haben. Aber das ist halt bestimmt deren Mentalität.
