2012 Südafrika

Kapstadt

Was ein schöner Tag. Nachdem wir heute morgen von dem Monsterbalkon unserer Präsidentensuite (hört sich richtig cool an, oder? – Ist es auch!) den Tafelberg ohne Tischdecke (Wolkenüberzug) gesehen haben, war schnell der Entschluss gefasst, dass wir dies nutzen müssen. Wir sind frühstücken gegangen und anschließend zur Victoria & Alfred (V&A) Waterfront gefahren, wo die Hop on & Hop Off Busse starten. Wir haben uns zu so einer Tour entschlossen, da der Fahrer beim Auto nicht wirklich etwas von einer eigenen Stadtrundfahrt hat und man von so einem knallroten Doppelstöckerbus nochmal eine bessere Sicht hat. Ein Bus hat auch direkt auf uns gewartet und wir sind gleich darauf losgefahren. Erst ging es entlang der Waterfront, zum Kongresszentrum und kreuz und quer durch die Innenstadt. Im berühmten District 6 waren wir, wo vor vielen Jahren ein Schmelztiegel der Kulturen war und wo die Regierung die Häuser gewaltsam abgerissen hat, um das Zusammenleben verschiedener Rassen zu unterbinden. Nur die Kirchen wurden verschont und so ist heute mitten in der Stadt ganz viel ungepflegte Grünfläche. Über eine neue Bebauung kann man sich nicht einigen und so passiert halt gar nichts.

P1010769Anschließend sind wir zur Cabel Car Station gefahren, wo schon Menschenmassen darauf gewartet haben, auf den Tafelberg transportiert zu werden. Wir haben überlegt hochzuwandern, haben uns aber dagegen entschieden. Nach ca. 45 Minuten Wartezeit sind wir in die Kabine eingestiegen. Lustig ist, dass die Außenhaut der Kabine fest ist und das Innere sich während der Fahrt um 360 Grad dreht. Festhalten ist also nicht. So kann aber jeder mal in jede Richtung gucken. Oben angekommen war es kurz nach 12 Uhr und so haben wir bei herrlichem Panorama auf der Dachterrasse des Restaurants Mittag gegessen. War auch die richtige Entscheidung, denn später war dort die Hölle los. Anschließend sind wir ca. 90 Minuten über den platten Tafelberg gewandert und haben die Aussicht genossen. Es ist echt ein atemberaubendes Panorama und wir hatten wettertechnisch echt super Glück. Da oben war es zwar durch den Wind ziemlich kühl, aber trotzdem sonnig. Gestern ging hier bestimmt gar nichts. Die Abfahrt ging recht schnell und wir sind in unseren nächsten Bus eingestiegen, der auf uns gewartet hat. Anschließend sind wir an den Nobelvororten Camps Bay und Clifton vorbei wieder zurück zur Waterfront gefahren.

P1010799Da Andi gestern ja nicht die Bilder von den Strandhäuschen in Muizenberg machen konnte, sind wir direkt nochmal dorthin gefahren. Vom Parkplatz aus haben wir meinen Papa angerufen, der nämlich heute Geburtstag hat und gestern aus dem Krankenhaus gekommen ist – alles Liebe nochmal von hier aus. Ich glaube, er hat nicht wirklich gerafft, dass wir das am anderen Ende der Leitung sind. 

Ja und nach den Aufnahmen hieß es schnell zurück ins Hotel, denn auf uns hat noch ein fester Termin gewartet – 30 Minuten Rückenmassage. Das war ein Traum! Die Wirbel sitzen wieder da wo sie sitzen sollten und nach mittlerweile über 5000 km im Auto haben wir uns das verdient (und jemand, der in der Präsidentensuite wohnt, sowieso Smiley)