2013 Südamerika · Peru

Von Cuzco nach Puno am Titikakasee

Was ein Abenteuer. Heute sind wir mit einem öffentlichen Bus gefahren. Ein kleiner Bus hat uns heute morgen nach Cuzco zum Busbahnhof gefahren, wo Gewusel ohne Ende war.P1080976_1280 Wir hatten reservierte Plätze und sind in einem echt komfortablen Bus quer durch Peru gefahren. Man hatte richtig Platz. Die Fahrt (7 Stunden) hat 30 Sol gekostet, ca. 8 EUR. Wir haben das erste mal so richtig das Hochland gesehen. Nachdem wir Cuzco verlassen hatten, wurde alles sehr ländlich. Man hat kaum Autos gesehen, die meisten Leute haben sich per Mofa oder Fahrrad oder eben zu Fuß bewegt. Die Peruaner leben hier anscheinend hauptsächlich von der Landwirtschaft. Die Frauen haben die traditionelle Tracht getragen. Die Felder wurden noch per Hand bewirtschaftet. Die Familien hat man auf den Maisfelder gesehen, wie sie Unkraut geharkt haben. Wir sind durch ein paar kleine Ortschaften gekommen, hauptsächlich leben die Leute aber sehr weit verteilt. Direkte Nachbarn haben die wenigsten. Die Landschaft war traumhaft schön. Leider waren die Scheiben vom Bus getönt, so dass wir die Farben nicht richtig sehen konnten.P1090635_1280 Wir sind über einen Pass mit   4.338 m Höhe gefahren, wo die Luft wirklich arg dünn war. Klü musste in der Pause natürlich zu einer Alpakaherde laufen und hätte fast den Bus verpasst. Sie hat auf der Höhe dann noch einen kleinen Dauerlauf hinlegen dürfen.

Gegen halb vier sind wir am Titikakasee (Titi bedeutet Puma und Kaka bedeutet Felsen) in Puno auf 3.825 m Höhe angekommen. Wir wurden gleich auf ein Boot gebracht und zu den berühmten schwimmenden Schilfinseln gefahren. Es ist unglaublich, dass dort wirklich Menschen leben. Pro Insel leben ca. 6 Familien. Uns wurde erklärt, dass die Inseln ca. 2 Meter tief sind und immer wieder erneuert werden müssen, da sie sonst untergehen.P1090155_1280 Die Häuser, Boote, einfach alles besteht aus dem Schilf. Es gibt eine Schule, zu der die Kinder mit einem Boot fahren. Als die Sonne mal hinter einer Wolke verschwunden ist, wurde es auch gleich kalt und wir haben uns gefragt, wie die Uros – so heißen die Einwohner – wohl den Winter dort überstehen. Sie haben kein warmes Wasser, nur Strom, der über Solarzellen erzeugt wird. Ihre Hühner und Meerschweinchen leben mit auf der Insel, ansonsten leben sie vom Fischfang und Tourismus. Die Frauen sitzen den ganzen Tag da und machen Handarbeiten, die sie an die Touristen verkaufen. Durchgefroren sind wir wieder am Festland angekommen und sind ins Hotel gebracht worden.

Gegen 18 Uhr hat uns Karol mal wieder in ein Restaurant entführt, in das wir mal wieder nicht gegangen wären, da wir es nicht gefunden hätten. Wir haben peruanische Gerichte gegessen und sind nach einem kurzen Bummel durch Puno zurück ins Hotel. Morgen können wir ausschlafen, denn es geht erst um 8 Uhr weiter. Wir werden morgen Peru schon verlassen und nach Bolivien einreisen, wo wir aber noch am Titikakasee bleiben werden.