2013 Südamerika · Bolivien

La Paz

Nach dem Frühstück mussten wir heute mal nicht unsere Sachen zusammen packen, denn wir bleiben noch eine weitere Nacht hier im Hotel. Wir sind um halb neun von einem Buschen abgeholt worden zu unserer Stadtrundfahrt.P1090411_1280 Zuerst sind wir in ca. 20 Minuten vom 3.600 m hoch gelegenen Hotel auf 3.100 m runter gefahren. Je tiefer man in La Paz kommt, umso exklusiver wird die Wohnlage. Die armen Leute wohnen am Berg, die Reichen im Tal. Im Tal ist es in der Regel auch wärmer, der Reiseleiter hat uns erzählt, dass es für La Paz drei verschiedene Wetterberichte gibt, je nach Höhenlage, mit jeweils mindestens 2 Grad Unterschied. Wir sind ins nahe gelegene Mondtal gefahren worden. Hier hat die Eruption eine Landschaft ähnlich dem Bryce Canyon in den USA erschaffen, nur dass das Gestein sandfarben und nicht rot ist.

P1090961_1280Nach dem Stopp ging es in einen anderen Stadtteil von La Paz, von wo man von einer Aussichtsplattform einen super Blick über die Stadt hat. Als wir ein Gruppenfoto machen wollte, hat uns ein Reporter von einer hiesigen Zeitung angesprochen, ob wir für ihn posieren würden und am nächsten Tag hier in der Zeitung erscheinen wollten. Klar wollten wir und so haben wir ein kleines Shooting mit ihm gemacht, was total lustig war. Wir sind auf die Bilder morgen gespannt. Anschließend sind wir auf den Hauptplatz von La Paz gefahren, wo unter anderem der Präsidentenpalast ist. Hier sind wir ein bisschen durch die Unmengen von Tauben geschlendert, haben uns aber relativ schnell wieder zum Bus verzogen, da die Taubenmassen teilweise unheimlich waren.

P1090506_1280Danach hat uns der Bus zum so genannten Hexenmarkt gefahren, mit einer Unmenge an Geschäften, die unter anderem Lamaföten verkaufen, die verbrannt werden, um Glück zu bringen oder Talismänner oder Salben oder Cremes oder Kräuter oder… Von dort sind wir zurück zum Hotel gelaufen, wo wir schnell unsere Jacken abgelegt haben. Dann ging es zwei Straßen weiter in ein cooles Restaurant, in das wir zum Mittagessen von Viventura eingeladen wurden. Und danach ist etwas unglaubliches geschehen: Wir hatten den Rest des Tages frei Smiley. Andi ist aufs Zimmer, um ein paar Panoramen zusammenzusetzen und ich bin mit Klü und Katrin eine Runde shoppen gegangen. Allerdings waren wir nicht besonders erfolgreich. Die ganzen Sachen, die es hier gibt, passen hier hin, aber daheim? Abends haben wir noch einen leckeren Cocktail getrunken, haben unsere Sachen für die morgige Abreise zusammengepackt und wollten nur noch ins Bett fallen. Vorher haben wir noch unsere Wäsche geholt, die wir hier haben waschen lassen. Wir haben uns den ganzen Tag gefragt, wie eine Wäscherei wohl so viele Einzelteile von verschiedenen Leuten auseinander halten kann – und wir haben die Antwort. Unsere sämtlichen Klamotten sind mit rosa Bändchen markiert. Die Socken sind sogar zusammen genäht. Wir standen eben erst mal da und haben Bändchen abgemachtSmiley.