2014 USA Südwesten · Arizona

Rainbow Bridge, Lake Powell

P1150608Endlich! Im 3. Anlauf am Lake Powell haben wir es endlich auf den See geschafft. Um 7.30 Uhr heute morgen wurden wir auf das Boot “geboarded” und los ging es. Die Tour dauert wohl normalerweise 4 Stunden, da aber eine Abkürzung über eine Landzunge momentan nicht überflutet ist, mussten wir am Glen Dam vorbei fahren,so dass wir 7 Stunden unterwegs waren. Ich dachte immer, ich müsse mir um den Wasserstand des Sees Gedanken machen, vor dem Hotel ist der See aber 106 m tief und die Küstenlinien des Sees sind länger als die der USA-Westküste. P1150605Erst wenn man auf dem See unterwegs ist, bekommt man eine Ahnung von der Größe. Überall gehen Arme ab und wir würden uns ratz fatz darauf verirren. Wir hatten kurz darüber nachgedacht selber ein Boot zu mieten, was uns aber zu aufwendig und zu teuer war. Daher haben wir uns für die Tour zur Rainbow Bridge entschieden, der größten Naturbrücke der Welt. Da die Tour heute nicht ausgebucht war, konnten wir uns recht frei auf dem Boot bewegen, was echt angenehm war. Außerdem gab es eine Menge Informationen rund um den See. Z. B. fanden wir interessant, dass hier ja massenhaft riesige Hausboote rumliegen. P1150671Die Eigentümer dürfen auf diesen aber nur 30 Tage im Jahr verweilen. Keine Ahnung warum. Auf manchen Hausbooten ist ein Whirlpool auf dem Deck neben netten Sitzmöglichkeiten, einer Rutsche vom oberen Deck direkt in den See und manche haben hinten noch 4 Jet Skis drauf. Den Gasgrill am Deck natürlich nicht zu vergessen. Unglaublich, was diese Ungetüme kosten müssen und dann darf man sie nur so beschränkt nutzen…

Der See selber wurde in 17 Jahren ein gestaut und der Wasserstand schwankt je nach Jahreszeit um mehrere Meter. Er könnte ca. 10 Jahre für die Wasserversorgung der Menschen hier sorgen.

P1150694Das Ufer ist vom Wasser aus sehr faszinierend. Teilweise fährt man durch steile Felswände, was vor allem kurz vor der Rainbow Bridge der Fall ist. Die Wände um einen werden immer höher und enger. Irgendwann kommt man zu einem Anlegesteg und läuft noch etwas über 1 Meile zur Brücke. P1150709Da der Zugang hierher sehr aufwendig ist, sind nicht solche Menschenmassen hier wie im Arches NP z. B. Die Brücke ist so hoch, dass die Freiheitsstatue darunter passen würde. Nach einiger Zeit sind wir zurück zum Boot und haben uns auf den Heimweg gemacht. Auch wenn die Tour nicht ganz günstig war (125$ pro Nase), gelohnt hat sie sich auf jeden Fall.