Oh je, heute morgen ist das Schlimmste passiert, was passieren konnte – es war bewölkt. Nachdem wir nun endlich zwei frei Plätze für die Upper Antelope Canyon-Tour bekommen hatten für die optimale Zeit 10.15, spielt das Wetter nicht mit. Andi hat als überlegt, ob wir es sein lassen sollen oder doch fahren. Ich habe irgendwann einfach beschlossen, dass wir die Tour mitmachen – was ein Glück. Wir hatten ja bei einem relativ kleinen Anbieter mit angegliederter Fotogalerie gebucht und nicht bei den großen lauten Anbietern mit ihren 1000enden Fahrzeugen. Und das war das beste, was wir machen konnten!!!
Cindy, unser Guide, war sehr sehr cool. Irgendwie hat sie uns vor den ganzen Menschenmassen in den Canyon gelotst und hat uns immer gezeigt, wo wir was mit der besten Kameraeinstellung fotografieren müssen. Und wir haben echt Bilder bekommen, wo es aussieht, als wären wir alleine in dem Canyon. Man muss den gleichen Weg zurück den man gekommen ist und auf dem Rückweg hat sich eine lange Schlange an Menschen durch den Canyon gedrängt.
Klar hätte das Licht bei strahlendem Sonnenschein noch etwas besser sein können, aber wir haben grandiose Aufnahmen bekommen – dank Cindy. Andere Tourguides haben ihre Leute einfach nur durchgeschleust. Einer hat über Cindy sogar gesagt, dass sie sie nicht mehr alle habe. Er sei kein Fotograf und es sei nicht die Aufgabe des Guides, den Leuten die Bilder zu machen. Cindy hat sich von jedem die Kamera geschnappt und so hat jeder in der Kürze der Zeit die optimalen Bilder bekommen. Andi hat nach dem Besuch nur noch gestrahlt. Irgendwie muss ich ihn jedes Mal überreden, dann doch in den Canyon zu gehen. Letztes Mal war der Upper Antelope Canyon auch wegen Überfüllung geschlossen und da musste ich ihn überreden in den Lower Antelope Canyon zu gehen – was geniale Bilder gebracht hat.
Anschließend sind wir wieder zum BBQ mit den Smokern gefahren und haben wieder leckeres Fleisch mit Salat gegessen und anschließend noch ein paar Aussichtspunkte hier in der Gegend abgeklappert. Es waren den ganzen Tag Schleierwolken am Himmel, so dass der See heute mehr grau gewirkt hat als in den letzten Tagen, wo er einfach nur stahlblau war.
Andi meinte heute, dass es richtig Spaß mache, ab und zu in die US-Welt einzutauchen. Das ist vor allem so, weil es so krasse Gegensätze sind. Einerseits die Leute, die 2 Stunden von ihrem nächsten Nachbarn und einem Geschäft entfernt wohnen und dann in der Stadt solche Rieseneinkäufe machen, dass die Lebensmittel in der Abgeschiedenheit dann wieder einige Zeit reichen. Auf der anderen Seite die Supermärkte, wo es alles nur in XXL gibt. Oder die Autos.
Als wir in Las Vegas unseren Jeep bekommen haben, haben wir uns über die riesige Kiste total gefreut. Auf jedem Parkplatz hier ist das Auto aber eins der Kleinsten. Meistens müssen wir ihn suchen, da er von andern Ungetümen verdeckt ist. Größer sind hier übrigens auch die Spinnen. Wir haben erst zwei Stück hier gesehen, die waren aber handtellergroße Vogelspinnen. Iiiiihhhhhh…
