2015 Afrika · Namibia

Von Windhuk gen Süden

Danke an die Villa Violet für das tolle Frühstück heute morgen. Wir sind mit selbstgebackenem Brot, selbstgemachten Marmeladen und Zebrawurst total gemütlich in den Tag gestartet. Die Besitzerin ist Deutsche und lebt in der 4. Generation in Namibia. Nachdem wir zusammen gepackt haben, haben wir uns auf den Weg gen Süden gemacht. Leider war den ganzen Tag der Himmel mit einem Schleier überzogen, so dass man nicht wirklich weit gucken konnte. Windhuk liegt auf 1700 Höhenmetern und gen Süden fährt man über einen Pass, der über 1900 m hoch ist. Anschließend fährt man durch unendliches flaches Grasland. P1010117Wir hoffen, dass das der unspektakulärste Teil von dem Land ist, es erinnert an Teile von Australien. Außerhalb der Stadt mussten wir wieder aufpassen, da Unmengen von Affen neben und auf der Straße saßen. Unterwegs kommt man an dem Oanob-Stausee vorbei, wo in absoluter Trockenheit Wassersport möglich ist. Ca. 100 km südlicher liegt der Hardap-Damm, ein 30km langer Stausee, der durch den Fisch Fluss gespeist wird. Er ermöglicht in dem trockenen Land den Anbau von Getreide, Obst und Gemüse. P1010119Lustig ist, dass man bei beiden Dämmen am Eingang gefragt wurde, aus welchem Land man kommt und anscheinend danach der Preis festgelegt wurde. Morgen wollen wir mal probieren, ob es als Afrikaner billiger ist als als Deutscher. Nach dem Damm passierten wir den Wendekreis des Steinbocks (Tropic of Capricorn).

P1010150Weiter gen Süden, kurz hinter Mariental, sind wir auf unsere erste richtige Dirtroad gekommen, die mitten in die Kalahari-Wüste führt. Da ich kurz vorher meine ersten Fahrversuche mit dem Linksschalter machen durfte (ich habe weniger oft “Fuck” gesagt als Andi Smiley), durfte ich auch gleich die Dirtroad fahren. Wir sind zwar schon öfter auf solchen Straßen unterwegs gewesen, aber es ist doch eine deutlich andere Fahrweise als auf geteerter Straße. Je nachdem, wie lose oder festgefahren der Untergrund ist, kommt man echt schnell ins Schwimmen. Nach 35 km auf der Straße kam das erste Anzeichen von Leben – unsere Lodge. Die Lapa Lange Lodge ist rund um ein Wasserloch gebaut und traumhaft schön. P1010224Am Wasserloch, ca. 100 m von unserer Terrasse, lag eben mal eine Giraffe in der Sonne und hat es sich gut gehen lassen. Wir haben uns zwei lecker Drinks geholt und es uns ebenfalls gut gehen lassen, während wir das Wasserloch beobachtet haben. Es kamen noch ein paar Nashörner – sehr cool! Und plötzlich tauchten drei zahme Geparden auf, die frei auf dem Grundstück herumlaufen – Hammer! P1010285Sie sind an unserem Bungalow vorbei und in den Nachbarbungalow rein. Die Bewohner – zwei Jungs aus der Schweiz –hatten vergessen, die Tür zu schließen Smiley und der Gepard hat bei ihnen erst mal aufgeräumt. Die sind so zahm, dass man mit ihnen knuddeln kann. Hier bleiben wir, haben wir gerade beschlossen. Eigentlich mitten im Nichts, aber besser als jedes Kino!