2015 Afrika · Namibia

Weiter gen Süden nach Keetmanshoop

P1010304Nach einer Nacht in total stiller Einöde haben wir heute morgen den Sonnenaufgang über dem Wasserloch bestaunt. Es war noch recht frisch und am Wasserloch war außer ein paar komischen Hühnern überhaupt nichts los. Was haben wir gestern für ein Glück gehabt!!! Kurz nach Sonnenaufgang wurden die Bediensteten auf hinten offenen Geländewagen wieder zur Lodge gebracht, wo sie gestern Abend gegen 21 Uhr weggebracht wurden. Keine Ahnung, von wo sie kamen, aber laut Straßenkarte ist in diese Richtung die nächste Ortschaft in ca. 80 km… Wir finden es total cool, dass wir hier gelandet sind. Selber hätten wir die Lodge nie gebucht, da sie nicht direkt auf unserer Route liegt. Und sie war schon ein absolutes Highlight! Ab und zu ist es doch mal gut, wenn man sich in Profihände eines Reiseveranstalters begibt. P1120572Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir wieder in Richtung Mariental aufgebrochen. Die Straße, auf der gestern noch total viele Spurrinnen zwischen Schotter war, wurde heute morgen von einer Maschine glatt geschoben und es ließ sich gleich viel besser fahren. In Mariental sind wir wieder auf die Straße B1 gen Süden aufgefahren, auf der in dem folgenden Abschnitt noch viel weniger los war als gestern. Die Landschaft wurde immer eintöniger und die erste richtige Stadt gen Süden war unser Tagesziel 170 km weiter. Unterwegs standen ein paar Hütten, wo wir uns ernsthaft gefragt haben, von was die Leute dort leben. Es ist hier staubtrocken, hat seit Ewigkeiten nicht mehr geregnet, an Landwirtschaft oder ähnliches ist nicht mal zu denken. Ab und zu hat man mal ein paar Ziegen an trockenen Büschen knabbern sehen, aber das war es auch. In Keetmanshoop angekommen, sind wir gleich zu unserer Pension, der Pension Gessert gefahren. Diese ist ein ziemliches Gegenteil zu der Lodge gestern, die Zimmer sind von der Besitzerin dekotechnisch ziemlich überladen, aber es ist alles sauber und das Frühstück soll super sein. Wir sind gespannt. P1010353Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben (laut Wetterkarte sind es 36 Grad), sind wir in die Stadt und haben etwas gegessen. Anschließend sind wir zu unserem heutigen Hauptziel, dem Köcherbaumwald etwas außerhalb der Stadt. Köcherbäume sind sehr selten und hier gibt es etwa 300 Stück in einem “Wald”. Aber: ein Wald in Namibia hat mit einem in Deutschland nichts zu tun. Die Bäume stehen verteilt auf einem riesigen Areal, sind aber wunderschön. P1120636Ein paar km weiter gibt es den “Giants Playground”, ein Gebiet, in dem Steine wie von Riesen übereinandergestapelt rumliegen. Wir haben uns beides angeschaut und sind bei Sonnenuntergang zurück zur Pension gefahren. Leider sind kurz vor Sonnenuntergang dicke Wolken aufgezogen, so dass wir den nicht wirklich erleben konnten.