2015 Afrika · Namibia

Weiter gen Süden zum Fish River Canyon

Wenn man mit zu viel Erwartung an etwas heran geht, wird man meistens enttäuscht – so auch heute mit dem Frühstück. Es waren heute morgen 6 Pärchen in dem mit Deko überladenen Frühstücksraum der Pension und nachdem wir ca. 35 Minuten auf ein Rührei bei komischer Musik gewartet hatten, hatten wir keine Lust mehr. Ich glaube, die Pension und wir haben nicht wirklich zusammen gepasst. Die Vermieter waren erstaunt, dass wir irgendwann aufgestanden und gegangen sind und das Frühstück nicht den ganzen Vormittag lang zelebriert haben. Wir haben uns relativ schnell auf den Weg gemacht und haben Keetmanshoop verlassen. Zum Übernachten ist es okay, für mehr aber auch nicht. P1010424Nach ein paar km auf der geteerten B4 sind wir auf eine Dirtroad in Richtung Naute Damm abgebogen, dem 3.größten Stausee in Namibia. Es war wieder unglaublich, wie heftig Wasser das Leben bestimmt. Aus totaler Einöde wurden plötzlich Plantagen mit Palmen und Obstbäumen. Am Damm war eine Besucherterrasse und wir mussten bei einem Aufseher unsere Daten angeben. Statt eines Eintrittsgeldes hat er uns aber gefragt, ob wir etwas zu Essen für ihn hätten. Ich habe ihm zwei Äpfel gegeben, worüber er total glücklich war. Einen hat er sofort verspeist. P1010442Wir sind weiter in Richtung Fish River Canyon, dem 2. größten Canyon der Welt gefahren. Unterwegs haben wir Strauße, Kudus und Oryx gesehen. Eigentlich haben wir uns beide gefragt, warum wir in der Fish River Canyon Lodge jetzt zwei Übernachtungen gebucht haben, denn so viel zu sehen gibt es hier wohl nicht. Als wir ein paar km weiter bei der Lodge ankamen, war der Canyon vergessen. Hier ist purer Luxus in absoluter Einöde. P1010543In einem Gebiet mit lauter Felsen sind 30 einzelne Hütten gebaut, die einfach nur geschmackvoll sind. Das Haupthaus mit Restaurant ist in dem alten Farmhaus eines Deutschen, der vor Jahrzehnten das Land verlassen musste und die Ländereien für einen Apfel und ein Ei verkauft hat. Die Südafrikaner haben die Deutschen in einem Krieg von hier vertrieben.  Es gibt etwas abseits einen Pool, von dem man aus einfach nur in die Ferne schauen kann und wir hatten nichts eiligeres zu tun, als unsere Badesachen anzuziehen und in den Pool zu springen. P1010474Jeder, der Andi etwas besser kennt, weiß, dass er nicht gerade eine Wasserratte ist und sein Spruch war – “Ich muss noch eine Runde schwimmen” Smiley, da es so herrlich war. Am späten Nachmittag wurde von der Lodge ein kurzer Spaziergang auf einen Hügel neben der Lodge angeboten, von wo aus man den tollen Sonnenuntergang sehen konnte. Es gab leckere gekühlte Getränke und wir haben von dort oben eine tolle Aussicht gehabt. Anschließend gab es ein super leckeres Buffet in der Lodge mit diversen einheimischen Gerichten., u. a. Springbocksteak. Wir sind total happy, dass wir noch einen weiteren Tag hier bleiben dürfen.

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