Heute morgen mussten wir Swakopmund leider schon wieder verlassen, ohne eigentlich so richtig viel von hier gesehen zu haben. Aber der Entspannungstag gestern hat uns beiden gut getan. Wir sind die ersten km auf der geteerten B2 gen Norden gefahren und sind nach ein paar km an der Uranmiene in Rössing vorbei gekommen. In Namibia werden 10 % des weltweiten Urans gefördert, der Hauptteil hier in der Gegend.
Ca. 100 km nach Swakopmund sind wir links zur Spitzkoppe abgebogen – dem Matterhorn Namibias. Die Spitzkoppe ist ca. 1700 m hoch und auf dem Weg dahin haben wir ein Bild gehabt, dass wir bisher nur wenig hatten – arme Bevölkerung, die auf dem Land in Blechhütten lebt. Man merkt, dass die Bevölkerung gen Norden deutlich zunimmt. Der Süden Namibias, den wir bisher bereist haben, ist der bevölkerungsarme Teil. Auch die Farmen werden gen Norden kleiner, da es grüner wird und man weniger Fläche zur Erwirtschaftung des Ertrages benötigt.
Wir sind bis ca. 10 km an die Spitzkoppe ran gefahren und haben ein paar schöne Aufnahmen gemacht. Da wir eh keine Zeit hatten, dort zu wandern, sind wir wieder umgekehrt und zurück auf die B2 gefahren. In Usakos haben wir getankt, den Reifendruck prüfen lassen und sind wieder von der Teerstraße gen Norden abgebogen. Nach einigen Kilometern ging es rechts ab auf die Farm Ameib, wo die “Bulls Party” zu finden ist. Darunter versteht man lauter riesige Steinwürfel, deren Inneres immer kalt ist und das äußere sich durch die Temperaturen so aufheizt, dass die äußere Schicht irgendwann abspringt.
Es liegen überall riesige Steinkugeln rum und der Abstecher hat sich echt gelohnt. Auf dem Rückweg – noch auf der Farm – stand plötzlich eine Giraffe vor uns am Wegesrand. Damit hatten wir hier überhaupt nicht gerechnet und haben uns total gefreut. Unser heutiges Ziel ist die Ai Aiba Rockpainting Lodge, die wir einige km weiter am frühen Nachmittag erreicht haben. Mal wieder mitten im Nichts befindet sich die Lodge und ist wunderschön gelegen. Wir wurden gleich mit einem Willkommensgetränk begrüßt und die Chefin hat uns eingeladen, wenig später mit ihr und drei anderen Gästen zu den Felsmalereien zu fahren.
Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. So sind wir wenig später in einen offenen Safariwagen gestiegen und durch die herrliche Landschaft der Farm gefahren. Ähnlich wie auf Ameib liegen auch hier überall riesige runde Steine rum und wir haben ein paar Tiere gesehen. Allerdings handelt es sich hier nicht um eine Gamefarm “Wildfarm”. Hier findet sich das Wild, das freiwillig hier leben will und wird nicht eingekauft, damit die Gäste etwas zu gucken haben.
Wir haben uns die verschiedenen, über 2000 Jahre alten Malerein angeschaut, die teilweise noch gut erhalten waren. Leider hat nur der rote Farbstoff überlebt, so dass teilweise die Bilder nicht vollständig sind. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir zurück gekehrt und haben unser 3-Gänge-Menü genossen.
