2015 Afrika · Namibia

Gen Süden zur AfriCat Foundation

Leider mussten wir heute die Mushara Lodge schon wieder verlassen. Hätten echt länger hier bleiben können. Krass war aber, wie viele Moskitos sich über Nacht plötzlich hier angesammelt haben. Am Frühstück waren alle Platten abgedeckt, da überall welche waren. Wir sind auf die B1 gen Süden gefahren, die Straße, von der wir von Windhuk aus schon gen Süden gefahren waren zu Beginn unserer Reise. Auf der Straße war die Hölle los, massenhaft LKWs, so viel Verkehr sind wir hier überhaupt nicht gewohnt bisher. Wir haben festgestellt, dass in Namibia nur Straße geteert sind, auf denen viele LKWs unterwegs sind. Auf den Dirtroads sind uns sehr selten welche begegnet. Wir sind ca. 200 km auf der B1 gefahren und uns ist noch etwas aufgefallen – hier wird geblitzt. Es gab feste Blitzerkästen, aber an einigen Stellen standen auch Polizisten am Straßenrand und haben mobil geblitzt. In Tsuneb haben wir erst mal wieder einen Supermarkt überfallen, da unsere Vorräte ordentlich zusammen geschrumpft sind und man hier nicht wirklich oft die Möglichkeit hat einzukaufen. Der Ort macht einen sehr guten Eindruck, auch hier scheint die Arbeitslosigkeit relativ gering zu sein.

Unser heutiges Ziel ist das Okonjima Plains Camp von der AfriCat Foundation. So richtig sagt uns das noch nichts und als wir von der B1 auf eine Privatstraße abgebogen sind, hat uns ein Pförtner hinter einem schweren Tor erklärt, dass wir jetzt 24 km auf der Dirtroad bis zum Camp fahren müssen. Einerseits wird es vorerst unsere letzte ungeteerte Straße für diese Reise im eigenen Auto sein, andererseits: 24 km ins Nichts!? Nach einigen km kam ein großes schweres Tor mit einem Leoparden drauf, das geöffnet wurde und ein paar km weiter kam ein weiteres schweres Tor. Irgendwann sind wir dann endlich in dem Camp angekommen und haben nicht schlecht gestaunt. Das Camp hat einen total anderen Stil als alle anderen davor. Hier ist alles aus purem Beton gebaut und total stylish. Wenn man im Bett liegt, schaut man auf eine weite Graslandschaft und man kann einfach als nur gucken. Beim Einchecken hat man uns angeboten, gleich eine Tour zu den Geparden um 16 Uhr zu buchen. Da wir den Tag nichts anderes mehr vor hatten und keine Lust hatten, die 24 km zurück zu fahren und etwas anderes zu unternehmen, haben wir halt zugesagt. Als wir zur Rezeption zurück kamen, standen dort mehrere Safariwagen und es waren recht viele Leute da. Uns hat sich ein Guide vorgestellt und wir wurden in so einen Safariwagen verladen. Mit uns saßen zwei Pärchen in dem Auto, die wir in der Vingerklip-Lodge bzw. im Etosha-Park schon kennen gelernt hatten. Witzig, wie man sich immer wieder über den Weg läuft. Und dann sind wir zurück in den Bereich zwischen den schweren Toren gefahren. Wir kamen uns vor wie bei Jurassic Park. P1130290Das Gebiet hier ist ca. 20.000 ha groß und hier leben viele wilde Tiere. Die meisten davon haben Halsbänder, über die man sie orten kann und so haben uns die beiden Guides zielsicher zu einer Stelle gebracht, wo sich in der Nähe Geparden aufhalten sollten. Wir haben angehalten, haben eine Flasche Wasser in die Hand gedrückt bekommen und weiter ging es zu Fuß. P1130301Es war schon ein merkwürdiges Gefühl, vor allem, weil wir erst mal an einer Giraffe vorbei gelaufen sind, die auf uns runter geschaut hat. Es ist ein riesiger Unterschied, ob man im Etosha im Auto sitzt oder hier zu Fuß unterwegs ist. Nach ein paar Minuten Fußmarsch lagen vor uns plötzlich drei wilde Geparden faul in der Gegend rum. Wir sind bis auf ca. 10 Meter an sie ran gegangen und konnten unser Glück kaum glauben. P1060362Die Kameras sind heiß gelaufen. Die drei leben wohl in einer Gemeinschaft und sind immer zusammen unterwegs. Nach einiger Zeit sind wir zurück zum Auto und waren kaum eingestiegen, da hat das Ortungsgerät schon wieder angeschlagen. Wir sind mit dem Safariwagen in ein ausgetrocknetes Flussbett gefahren und plötzlich lag ein Leopard an der Seite im Schatten. P1060692Unglaublich, was für ein Glück! Zum Sonnenuntergang gab es dann ein Gin Tonic auf einem Berg, perfekter hätte der Tag nicht enden können. Wir haben uns sofort für morgen früh zur nächsten Tour angemeldet bei dem gleichen Guide. Nach dem Abendessen sind wir zurück zu unsere coolen Hütte und haben festgestellt, wie dunkel es hier ist. Die Milchstraße kann man mit den bloßen Augen sehen. Andi ist seit dem mit seiner Kamera  in der Dunkelheit verschwunden Smiley.P1060823