2017 Myanmar

Von Yangon nach Bagan

Heute ging es nach einer ziemlich schlaflosen Nacht recht früh zum Flughafen. Der Verkehr auf den Straßen ist echt heftig hier, obwohl durch die ganze Stadt 3-spurige Straßen gehen. Selber fahren braucht man hier nicht wirklich. Was merkwürdig ist, dass die Lenkräder bei den Autos rechts sind, aber auch rechts gefahren wird. Früher fuhr man wohl links, bis wohl irgendein General entschieden hat, dass links fahren Unglück bringt und den Verkehr kurzerhand nach rechts verlegt hat. Ob das aber wirklich so ist, kann einem keiner sagen. Was man hier auf den Straßen vermisst, sind Motorroller. Die sind wohl innerhalb der Stadt verboten. Die Autos haben verschieden farbige Nummernschilder, schwarz ist ein privates Fahrzeug, rot sind Taxen und weiß Diplomatenfahrzeuge. Was hier auch auffällt, sind die typischen Geräusche einer Großstadt – Krankenwagen, Polizei usw.

Am Flughafen angekommen, haben wir an einem ganz neuen Inlandsterminal eingecheckt und auf den Abflug gewartet. In ca. 1,5 Stunden ging es dann nach Bagan, wo wir von einem neuen Reiseleiter und Bus empfangen wurden und ins Hotel gebracht wurden. Das Hotel ist richtig klasse, mit tollen Außenanlagen und toll gelegen. Malte versucht wohl seit drei Jahren hier mit der Reisegruppe unter zu kommen und wir sind die ersten, die es geschafft haben. Hier ist es immer noch warm, aber die Luftfeuchtigkeit ist um einiges geringer – also mehr unser Klima als in Yangon.

In Bagan findet dieser Tage das Ananda Annual Festival statt, was seinen Höhepunkt zum Vollmond hat. Zwischen unserem Hotel und der Ananda Pagode befindet sich wohl normalerweise ein riesiger Parkplatz bzw. eine freie Fläche. Das war P1150430einmal. Kaum aus dem Hotel gekommen, ist hier Jahrmarkt pur. Das Festival dauert mehrere Wochen und ganz viele Familien kommen mit Sack und Pack (heißt auf Burmesich: mit Ochsen, Karren und allem, was man zum notdürftigen Zelten braucht) hierher. Überall sind Ochsen an Bäumen angebunden, es stehen die Karren rum und die Familien haben sich notdürftig ein Dach über dem Kopf aus irgendwelchen Planen gebaut. Ein riesiger Jahrmarkt ist entstanden, wo man von Möbeln über Klamotten, EP1150466_Psssen, Handwerkerbedarf usw. alles bekommt. Die Leute haben rund um die Pagode ihr Heim aufgeschlagen, es spielt laute Musik, und es herrscht eine entspannte Stimmung. Zauberer führen vor faszinierten Kindern Kunststücke vor, aus Zuckerrohr wird Saft gepresst, der in Tüten an die Kinder verkauft wird – ein riesen Spektakel. Wir hatten den Nachmittag zur freien Verfügung und konnten uns gar nicht satt sehen. Die Leute sind total freundlich und wir haben uns einfach treiben lassen.

Um 16.45 Uhr haben wir uns am Hotel getroffen und sind mit dem Bus zu einer Pagode gefahren, von wo aus wir den Sonnenuntergang genossen haben. Da die Pagode recht hoch war, haben wir hier einen ersten Eindruck über die Größe des Areals bekommen – echt beeindruckend.

P1150503Als wir ins Hotel zurück kamen, war dieses total schön mit Kerzen und Lichtern dekoriert und wir haben ein ganz leckeres Abendessen bei sommerlichen Temperaturen genossen und uns angeregt unterhalten. Die Reisegruppe ist echt richtig harmonisch und es sind sehr nette Leute mit uns unterwegs.