2017 Myanmar

Mandalay

Um 5.15 Uhr sind wir heute morgen zur U-Bein Bridge aufgebrochen, um dort den Sonnenaufgang zu schauen. Abends ist hier wohl ziemlich viel los, um die Zeit waren wir ziemlich allein. Die Brücke ist 1,2 km lang und geht über einen See, der früher immer per Boot überquert werden musste. Daher hat Herr U-Bein irgendwann die Brücke aus Teakholz gebaut. Da z. Zt. Trockenzeit herrscht, ist der See ziemlich ausgetrocknet und die Einheimischen haben sofort wieder Felder angelegt. Das haben wir gestern in einem ausgetrockneten Flussbett auch schon beobachtet. 

Wir haben den Sonnenaufgang von unter der Brücke geschaut und sind anschließend nochmal komplett drüber gelaufen. 

Anschließend haben wir im Bus unser Lunchpaket verfrühstückt und sind zu einer Bronzegiesserei, wo wir sehen konnten, wie große Statuen entstehen. Als wir weitergefahren sind, sind wir an einer Schule vorbei gekommen, wo im Hof gerade eine Preisverleihung für besonders gute Schüler stattgefunden hat. Wir sind mit unseren Kameras auf den Schulhof gegangen und haben interessiert zugeschaut. Sofort haben uns die Eltern Platz gemacht, damit wir besser sehen können. Das wäre bei uns nie passiert.

Am Ende der Straße wurden die Bäume plötzlich weiß. Ein Steinmetz hat sich an den nächsten angeschlossen. Es war total laut, die Leute haben ohne jeglichen Schutz Steinbrocken geschliffen und gehauen. Faszinierend, wie exakt hier gearbeitet wird, gesund kann das aber nicht sein. 

Ein Stück weiter liegt das 2. wichtige Heiligtum des Buddhismus: die Mahamuni Pagode. Es handelt sich um einen Buddha, der vor über 2500 Jahren von Buddha geweiht wurde und auf den nur Männer Gold kleben dürfen. Im Buddhismus sind die Männer mehr wert als die Frauen und so knien die Frauen vor einer Absperrung und beten dafür, im nächsten Leben als Mann wieder geboren zu werden…

Wir hatten total Glück, denn in der Pagode fand heute ein Novizenfest statt, wo Jungs total schick angezogen an das Kloster übergeben wurde und die Familie total stolz war.

Nach der Mittagspause sind wir in ein Holzkloster gefahren und haben es uns kurz angeschaut.

Gegen 17.30 Uhr sind wir in einem großen Kloster mit über 2000 Mönchen angekommen, wo wir das Abendgebet mit erleben durften. Ein Gebäude hatte Gebetssäle auf 4 Etagen, von überall hat man den gleichen lauten monotonen Gesang gehört. Malte hat hier vor einigen Jahren einen ganzen Tag verbracht und zwei Mönche von damals haben ihn prompt wieder erkannt. Wir durften auf den Turm des Klosters steigen und hatten einen tollen Blick über Mandalay. 

Im Hotel wurde heute eine riesige Hochzeit vorbereitet, die zwischen 18 und 22 Uhr stattfinden wird.  Es wurden 45 Tische a 10 Plätze eingedeckt, über den Pool wurde ein Steg installiert, es wurden Massen von Blumen aufgefahren. Wir haben erfahren, dass die Tochter des heimischen Textilfabrikanten heiratet. Allerdings hatte sich die Gesellschaft bis um 22 Uhr bereits wieder aufgelöst… war aber interessant, von unserem Fenster aus zu beobachten.