Heute vormittag konnten wir ausschlafen, trotzdem waren wir alle recht früh wach und haben uns beim Frühstück getroffen. Irgendwie gewöhnt man sich an das frühe aufstehen. Hinter unserem Hotel auf Stelzen führen einige Stege aufs Land in ein kleines Dorf. Da wir ja frei hatten, haben wir uns auf dem Weg dorthin gemacht. Rechts und links des Weges standen Häuser, direkt dahinter waren die Felder der Leute.
Es war absolute Ruhe, total idyllisch. Andi und die anderen haben sich gegen mittag am Laptop ein Programm für Bildverarbeitung angeschaut. Er ist total in seinem Element und glücklich, ab und zu ein bisschen fachsimpeln zu können. Gegen mittag wurden wir wieder von unseren drei Booten abgeholt und zurück nach Nyaung Shwe gebracht, der Stadt im Norden des Sees. Unterwegs konnten wir wieder ein paar Fischer bei ihrer Arbeit beobachten. Gegenüber den Orten, die wir gestern auf den See besucht haben, sieht man hier wirklich den Bauboom, den der Tourismus hier ausgeübt hat. Nirgendwo sonst haben wir mehretagige Gebäude gesehen. Der Guide hat erzählt, dass im See ursprünglich nur 13 Hotels auf Stelzen zugelassen waren, jetzt soll wohl auf 25 erhöht werden.
Auf dem Weg zum Flughafen haben wir noch einen Schirmhersteller besucht. Hier werden die berühmten Papierschirme hergestellt, die die Mönche auf Bildern in der Hand haben.

Kurz vor Sonnenuntergang sind wir im Flieger zurück nach Yangon gestartet. Dort wurden wir von einem neuen Guide abgeholt. Da der letzte sehr schlecht zu verstehen war, haben wir jetzt einen, der sogar deutsch spricht. Er ist schon älter und sehr lustig. Wir haben uns auf den ersten Metern zum Hotel im Bus schlapp gelacht. Allerdings hat er auch erste Oma-Qualitäten gezeigt. Er hat uns nicht zugetraut, dass wir es morgen früh selber schaffen, uns den Wecker zu stellen, sondern hat für alle im Hotel den Weckdienst organisiert….
Wir sind zum Abendessen in ein nahe gelegenes Hochhaus gegangen und haben dort mit tollem Blick auf die Stadt in einer der oberen Etagen dinniert. Danach wurde es aber richtig cool: wir sind noch eine Etage weiter hoch und haben von der roof top bar bei sehr chilliger Technomusik, warmen Temperaturen und einem Getränk den Blick über die Stadt und auf die Pagoden genossen. Wir hätten ewig dort bleiben können, aber morgen geht um 5.30 Uhr unser Wecker….






