Mit dem Bus sind wir heute morgen nach einer Nacht mit richtig viel Schlaf (7 Stunden!) nach Hpa An ans Ufer des Flusses gebracht worden. Der Fluss hat Niedrigstand und so sind wir durch lauter Müll am Ufer in ein Boot geklettert. Nach ca. 1,5 Stunden haben wir an einem Steg angelegt, wo an Land so lustige Mofas mit Sitzbänken dran standen. Statt zu Fuß zur Pagode zu gehen, haben wir uns fahren lassen, was ein riesiger Spaß war, vor allem bei der Hitze.
Wir sind durch ein schönes Dorf namens Kau Nat gefahren und vor einer riesigen Pagode mit Kloster gelandet. Es waren ganz viele Frauen da, die gebetet haben. Nebenan war eine Schule, in die wir gerne geschaut hätten. Da dort Prüfungen waren, durften wir aber nicht rein und fotografieren. Wir hätten ja die Antworten verraten können😂. Andi hat es trotzdem geschafft, ein paar Bilder zu machen.
Wieder zurück auf dem Wasser sind wir bis zu der Stadt Mawlamyaing, wo wir auf dem Markt ein bißchen eingekauft und Bilder gemacht haben. Claudia hat sich für ca. 50 Cent in ihre Tasche einen neuen Reißverschluss einnähen lassen. Dann stand erst mal wieder Strecke machen auf dem Programm und gefühlt hat der ganze Bus gepennt. Die Hitze schafft uns alle und die Einheimischen hier betonen ständig, dass gerade Winter ist. Nach und nach erwischt es auch jeden aus der Gruppe mal mit Magen Darm. Andi und ich sind bisher echt glimpflich davon gekommen.
Je näher wir unserem Ziel, dem Golden Rock, gekommen sind, umso mehr haben wir auf die Uhr geschaut wegen des nahenden Sonnenuntergangs und umso abenteuerlicher sind die Transportmittel geworden. Ca. 12 km vom Ziel entfernt mussten wir unseren Bus mit Gepäck verlassen und sind auf Lkws umgeladen worden.
Es ging eine Serpentinenstraße immer weiter bergauf bis zu einem Basislager. Hier enden die normalen Lkws, mit denen bis zu 50 Leuten den Berg hoch transportiert werden. Von hier geht es eigentlich zu Fuß weiter. Wir haben mehr gezahlt, daher durften wir weiter zum Hotel, wo unser Gepäck abgeladen wurde und gleich weiter zur Endstation. Von hier ging es noch ca 500m bergauf. Überall standen Schilder, dass um 18 Uhr die letzte Talfahrt statt findet und irgendwie hatten wir erwartet, hier oben relativ alleine zu sein – falsch gedacht! Oben war die Hölle los und mit uns sind noch ganz viele Leute bergauf gelaufen. Wir sind auf eine Plattform gekommen, wo wir am Ende den goldenen Felsen gesehen habe. Es war trotz der vielen Menschen eine total entspannte und friedliche Stimmung. Wir haben versucht, vor Sonnenuntergang noch möglichst viele Bilder zu schießen, waren aber von allem wirklich fasziniert.
Viele haben gebetet, Kerzen angezündet, die Männer haben den Felsen mit weiterem Gold beklebt.
Wir haben uns gefragt, wo die ganzen Leute hier schlafen, haben dann aber die Antwort bekommen, als sie ihre Lager aufgeschlagen haben: hier.

Auf dem Plateau sind ein paar Hotels. Alles muss zu Fuß hoch geschleppt werden, vom Holz bis zu den Koffern der Gäste. Gegen 19.30 Uhr haben wir uns getroffen und sind zusammen durch die Dunkelheit zurück zum Hotel gegangen. Wir sind an kleinen Häusern vorbei gegangen, wo man rein schauen konnte. Absolut faszinierend. Die Familien hatten meistens einen Fernseher und saßen mit ganz vielen Leuten davor. Alleine sein kennt hier keiner. Alle leben auf engstem Raum.
Axel aus unserer Gruppe hat heute Geburtstag und wurde daher mit einer Sänfte bergab getragen und hat im Hotel schon auf uns gewartet. Nach dem Abendessen sind wir voller toller Eindrücke schnell eingeschlafen.







