2018 Patagonien · Chile

Santiago de Chile

Warum sollte bei uns ein Urlaub mal alles glatt laufen? Nach einem eigentlich guten Flug sind wir heute morgen in Santiago gelandet, sind eingereist und zum Kofferband gegangen. Mein Koffer und die zusätzliche Tasche kamen auch recht schnell. Auf Andis Koffer warten wir immer noch. Leider ist er nicht mit gekommen und wir sind von a nach b und wieder zurück gelaufen, um erfahren zu können, wo er ist. Schließlich konnten wir nur eine Nachforschung aufgeben und warten… Unser Shuttle zum Hotel war natürlich nicht mehr da, da das ganze fast zwei Stunden gedauert hat. Uns haben so zwei Typen angesprochen und für uns bei der Agentur angerufen. Die haben uns den Auftrag gegeben, ein Taxi ins Hotel zu nehmen, was wir dann auch gemacht haben. Im Hotel haben wir angefangen zu überlegen was in dem Koffer alles drin ist und gedanklich könnten wir gerade wieder heim. Denn wie vorher beschrieben – da sind sämtliche Ladekabel für alles drin. Klamotten kann man notfalls nach kaufen, aber Akkus sind halt schnell leer. Sind gerade sehr gefrustet….

Nachdem wir festgestellt haben, dass es nichts bringt, gefrustet auf dem Bett zu sitzen, sind wir in die Stadt aufgebrochen. Da heute Sonntag ist, sind viele Geschäfte geschlossen, einige hatten aber doch auf. Also haben wir als erstes ein h&m gestürmt und Andi ein paar T-Shirts und Unterhosen gekauft. In einer Drogerie kamen noch diverse Sachen wie Rasierzeug dazu. Irgendwann sind wir am plaza de armas, dem zentralen Platz in der City angekommen.

Hier ist voll Frühling, die Bäume blühen, es sind über 20 Grad, die Leute sitzen draußen und genießen die Sonne. Man kommt sich auch nicht vor wie in Südamerika, die Stadt könnte optisch auch in Europa liegen. Alte schöne Gebäude neben modernen Shopping Centern und sehr breiten Straßen voller Bäume. Wir sind durch die Gassen geschlendert und auf den Cerro Santa Lucia geklettert, von dem aus man eine super Sicht hatte. Der Berg lag in einem total schönen Park, wo man vergessen konnte, dass man mitten in der Stadt ist.

Beim einkaufen gibt es hier sehr lustige Gewohnheiten: man sucht sich aus was man haben möchte, geht dann mit einem Zettel an eine Kasse und dann zurück, um die Ware zu holen. Muss man auch erst mal durchblicken….

Wir sind in alle möglichen Elektro Geschäfte gestürmt, um an Ladekabel zu kommen, bisher ohne Erfolg. Am späten Nachmittag sind wir in unserer schönes Stadthotel zurück um uns etwas auszuruhen und da haben wir eine Mail von der Agentur hier vor Ort bekommen, ob alles okay wäre, da wir nicht am Flughafen waren. Wir haben die Frau zurück gerufen und die war super. Sie hat uns den Tipp gegeben, mit der U-Bahn zu dem grössten Shopping Center zu fahren, das selbst Sonntags bis 22 Uhr auf hat. Wenn wir die Kabel finden, dann da. Sie hat total mit uns gefühlt. Also haben wir uns wieder auf die Socken gemacht und uns mit dem U-Bahnsystem auseinander gesetzt. 7 Stationen weiter waren wir im absoluten Shopping Paradies, dem Costanera Center. So etwas habe ich in Deutschland noch nicht gesehen und selbst die große Mall in King of Prussia kommt da im Vergleich an ihre Grenzen… Leider gab es alles – nur nicht das was wir gesucht haben…. Als Trost sind wir noch in den 61. Stock gefahren und haben den Sonnenuntergang von dort oben geguckt, was echt schön war.

Zurück im Hotel waren wir nur noch platt und sind ins Bett gefallen – in der Hoffnung, dass morgen alles gut wird…