Was wir gestern Abend für ein Glück mit dem Wetter hatten! Nach dem stahlblauen Himmel gestern hat uns heute morgen ein grauer Himmel empfangen. Also haben wir gemütlich gefrühstückt und haben morgens erst mal unsere Einkäufe für die nächsten Tage gemacht. Da wir morgen früh in die Einöde aufbrechen, haben wir hier das beste Angebot zum Lebensmittel, Benzin und Geld auftanken.
Auf dem Plan steht heute die Umrundung des Sees. Wir sind nach Llanquihue gefahren. Der Ort fällt durch hunderte Holzstatuen auf und hier haben wir auch die ersten deutschen Wurzeln gefunden: der Standort der ersten deutschen Feuerwehrkompanie, den deutschen Gymnastikverein und ein paar Kilometer weiter haben wir in Frutillar vor der deutschen Schule die Reste unserer Pizza von gestern gegessen. Neben dem Feuerwehrgebäude stand ein alter roter VW Käfer, total deutsch.

Interessant sind die Friedhöfe hier, denn sie fallen einem ins Auge aufgrund ihrer bunten geschmückten Gräber.

Was etwas befremdlich ist, sind die vielen Hunde, die hier in Massen rum laufen und liegen. Eigentlich sind die meisten friedlich, aber in einem Ort waren wir plötzlich umzingelt von großen schwarzen bellenden Hunden, die mitten auf der Straße das Auto angesprungen haben. Ich hatte voll Panik, dass ich einen verletzte, Andi hat als gerufen: „gib Gas“, was ich dann auch getan habe und was geholfen hat.

Die Gegend hier erinnert echt voll an Deutschland, nur dass teilweise Dschungel ist und Eukalyptusbäume rum stehen und duften. Außerdem riecht es überall nach Ginster. Auf den Weiden stehen unsere gefleckten Kühe rum und wenn die hier nicht glücklich sind kann man es nicht verstehen.

Auf dem Plan stand für heute, zu der Skistation auf dem Vulkan Osorno zu fahren, den wir heute noch gar nicht zu Gesicht bekommen haben. Wir hatten die Hoffnung, durch die Wolken zu fahren und oben in der Sonne raus zu kommen, was aber leider nicht funktioniert hat. An der Station hat es geregnet und so haben wir uns bei einem Kaffee und Kuchen gestärkt statt mit dem Sessellift durch die Wolken zu fahren.

Unsere Fahrt ging weiter zu den Petrohue-Wasserfällen, die echt traumhaft schön und gewaltig sind. Wir hatten Glück, denn die Sonne kam raus und so haben wir die Wassermassen genossen bis der Park geschlossenen hat und sind dann zurück nach Puerto Varas.

Heute haben wir auch das erste mal die Drohne in die Luft geschickt und traumhaft schöne Aufnahmen bekommen.

Morgen früh müssen wir sehr früh aufbrechen, denn wir müssen um 9 Uhr eine Fähre kriegen, vor der wir aber ca 130 km fahren müssen und zwischendurch auch noch 30 Minuten mit einer anderen Fähre übersetzen. Daumen drücken, dass alles klappt✊.
