2018 Patagonien · Argentinien

Nationalpark Torres del Paine Tag 2

Heute morgen hat der Wettergott auf uns gehört – stahlblauer Himmel, kein Sturm und mittags über 20 Grad. Ein tolles Geburtstagsgeschenk, wir konnten unser Glück kaum glauben. Wir sind wieder in Richtung Park aufgebrochen, um heute den anderen Teil anzuschauen.

Den ersten richtigen Stop haben wir am Salto Grande gemacht. Hier stürzen pro Sekunde 100.000 l Wasser in die Tiefe. Vom Meer kommen mit dem Sturm nasse dicke Wolken, die an den Bergen hängen bleiben und sich abregnen. Über die Berge schaffen es dann hauptsächlich Schönwetterwolken, die für trockenes Klima sorgen. Genau das haben wir in den letzten Tagen auch beobachtet. Die Berge hingen meistens voller Wolken während bei uns schönes Wetter war.

Wir sind am See entlang gewandert und dann zurück zum Parkplatz. Ein paar Meter weiter am See gab es erst einmal Geburtstagscappuccino und Muffin.

In dem Teil des Parks stehen wieder viele abgestorbene Bäume rum. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Waldbränden, hauptsächlich durch Touristen verursacht. Daher ist auch überall Feuer machen und rauchen verboten.

Heute fallen uns auch die vielen Busse auf, die Horden von Touristen durch den Park fahren. Sie scheinen aber alle einen festen und den selben Zeitplan zu haben und wenn sie durch sind ist man wieder relativ alleine. In Europa wäre bestimmt schon eine Seilbahn auf die Berge gebaut worden um noch mehr Touristen innerhalb kürzester Zeit durch schleusen zu können.

Links und rechts der Straße waren immer wieder Aussichtspunkte, an denen wir angehalten haben. So sind wir bis zum Ende des Parks gefahren bis zu den Cascada del Paine, von denen aus man einen tollen Blick auf die Berge und den Wasserfall hatte.

Ein paar Meter außerhalb des Parks gab es noch einen See, an dem Alpacas gegrast haben, wieder mal total kitschig.

Irgendwann sind wir mit Blick auf unseren Tank umgekehrt. Wir hätten morgen den Tag eigentlich hier auch noch zur Verfügung, da wir einen Zusatztag eingebaut hatten, falls es regnen würde. Hat es aber Gott sei Dank nicht und so können wir uns morgen einen ganz gemütlichen Tag machen, da es bis Puerto Natales und der nächsten Tankstelle nur 80 km sind.

Abends sind wir anlässlich meines Geburtstages richtig lecker Essen gegangen im Nachbarhotel und um kurz vor 22 Uhr bei Sonnenuntergang hat Andi endlich das Bild bekommen, auf das er seit drei Abenden gewartet hat: das Bergmassiv als Spiegelung im Fluss.