Der Sturm ist zurück. Nach ein paar ruhigeren Tagen hat es heute, wo wir weiter fliegen, wieder angefangen zu stürmen. Beim Frühstück konnten wir aber erkennen, dass durchaus Flugzeuge gelandet und gestartet sind und waren beruhigt. Um 11 Uhr kam unser Transfer und hat uns zum nahe gelegenen Flughafen gebracht. Worüber ich mich total gefreut habe ist, dass der Transfer im Auftrag von Take Off Reisen ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für mich dabei hatte.
Von Ushuaia aus sind wir erst nach El Calafate geflogen, wo wir einen Stop hatten. Wir haben über Latam gebucht und eigentlich wollten wir direkt nach Buenos Aires fliegen, der Flug wurde aber irgendwann einfach gestrichen. Daher flogen wir jetzt noch einmal über die Region, die wir mit unserem Auto befahren haben. Wir konnten von oben deutlich die Ruta 40 erkennen, auf der wir vor wenigen Tagen noch unterwegs waren.

In unseren Unterlagen stand, dass wir einen einstündigen Aufenthalt haben und umsteigen müssen. Die Realität war, dass wir eine Stunde mit einer Schulklasse im Flieger eingesperrt wurden, die ihre Pausenbrote verteilt bekommen haben und wir hungernd zugeschaut haben, wie sie Party machen…
Die Argentinier sind schon krass anders als die Chilenen. Wahrscheinlich mögen sie sich deshalb auch nicht. Sie sind sehr laut und von sich überzeugt, während die Chilenen sehr hilfsbereite und eher ruhigere Menschen sind. Wir haben von beiden Sorten einige auf unserer Reise kennen gelernt.
Irgendwann sind wir in Buenos Aires angekommen und draußen stand auch schon eine Frau mit einem Schild mit unserem Namen drauf. Sie war von Latam organisiert, um uns zum Hotel zu bringen. Schön wäre es gewesen, denn sie hat uns mitgeteilt, dass rund um unser Hotel alle Straßen wegen des G20 Gipfels gesperrt sind und sie uns nicht hin bringen können. Die Stadt sei voller Demonstranten. Da hatten wir ja gar keinen Bock drauf und so haben wir ausgehungert jemandem von Latam gesucht, der uns ein anderes Hotel direkt beim Flughafen gibt. Schließlich haben nicht wir das Hotel gebucht, sondern die Airline. Leider haben wir die Person nicht gefunden. Wir haben aber jemanden gefunden, der uns einen Fahrer besorgt hat, der uns in die Stadt fährt. Wir hatten ein komisches Gefühl, sind aber mit gegangen. Letztendlich sind wir ohne Probleme in der Stadt gelandet und haben unser Zimmer mitten in der Stadt mit cooler Aussicht bezogen.

Was wir aus dem Taxi gesehen haben war schon ganz beeindruckend. Im Hotel haben wir raus gekriegt, dass der Gipfel schon letztes Wochenende und die Demonstrationen letzten Freitag schon waren.

Morgen werden wir um 12 Uhr wieder abgeholt. Vorher wollen wir uns noch ein bisschen hier umschauen.
