Weiter ging es heute morgen in Richtung der Coromandel Halbinsel. Da wir im Zimmer keinen Toaster hatten, hatte Andi die Idee, dass wir doch gucken könnten, ob es nicht noch ein Denny’s unterwegs gibt. Und tatsächlich, es gab eins in der Richtung, in die wir mussten. Also haben wir wieder leckere Pancakes gegessen (ja, wir sind süchtig), haben noch getankt, Geld geholt und los ging’s. Das erste Stück haben wir auf der Autobahn zurück gelegt, bevor es auf der normalen Straße weiter ging bis Thames. Ab hier führte die Straße direkt am Meer entlang und wir konnten unseren Augen kaum trauen, wie herrlich es war. Da wir gen Norden gefahren sind, hatten wir den Vorteil, dass wir links überall halten konnten – was wir natürlich auch getan haben. Überall hat es wieder geblüht, von lila über rot und weiß.

Man konnte sich gar nicht satt sehen. Dazu das türkise Meer und der blaue Himmel – das Paradies. Wir sind irgendwann in der Stadt Coromandel gelandet und haben uns mit Sekt für heute Abend eingedeckt, denn heute ist Silvester. Überall sind Leute unterwegs, vor allem aber auf dem Wasser. Am Ufer stehen hunderte von Trailern rum, teilweise mit alten Schleppern davor, wahrscheinlich um die Autos gegen das Salzwasser zu schützen. An den Stellen, wo die Boote ins Wasser rein und raus gelassen werden, war ständig was los. Die Kiwis verbringen ihre Freizeit echt komplett auf dem Wasser. Hinter Coromandel fährt man erstmal in die Berge. Hier muss man Autofahren inklusive vieler vieler Kurven mögen. Komplett anders als in den letzten Urlauben, wo wir alleine auf breiten, teilweise geschotterten Straßen unterwegs waren. An einem Lookout hatte man einen tollen Blick auf die Weiden, Strände, das Meer und die vorgelagerten Inseln.

Als nächstes sind wir nach Whitianga gekommen. Hier war ein traumhafter Strand, der trotz Hochsaison fast leer war, dafür war der Hafen wegen Überfüllung fast geschlossen. Wir sind etwas am Strand und im Hafen herum gelaufen und dann die letzten Kilometer bis Tairua gefahren.

Einen Teil der Strecke müssen wir morgen für unseren Tagesausflug wieder zurück fahren und Andi war etwas muffelig, warum ich etwas gebucht hätte, was so weit weg liegt. Als wir in den Bergen um die Kurve gefahren sind und er den Ort gesehen hat, hat er den Mund nicht mehr zu bekommen. Strände, Buchten, Berge und einfach tolle Gegend haben sich vor uns aufgetan. Über eine Landzunge kommt man auf den Mount Paku, auf dem wir relativ weit oben wohnen. Die Unterkunft ist eine der teureren die wir hier gebucht haben, aber jeden Cent wert. Wir sind enge Straßen den Berg hoch gefahren und konnten unseren Augen nicht trauen, als wir in unserer Unterkunft angekommen sind. Über vier Etagen ist das Haus in den Berg gebaut und von überall hat man einen traumhaften Blick auf die Bucht.

Ob die Leute hier wissen wie glücklich sie sich schätzen können und wie traumhaft sie hier wohnen? Die Gastgeber haben uns super sympathisch in Empfang genommen und uns die tolle Wohnung gezeigt.

Da es schon relativ spät war und heute ja Silvester ist, sind wir den Berg hinab gelaufen und haben etwas zu Essen gesucht, denn außer Denny’s gab es heute noch nichts. Wir haben im Hafen unten den Beach Club gefunden, wo wir noch einen Platz bekommen haben und sehr lecker gegessen haben.

Mittlerweile war die Sonne fast untergegangen und so sind wir zum gegenüberliegenden Strand gelaufen, der komplett menschenleer war bis auf einen Angler.

Steile Stufen haben vom Meer wieder den Berg hinauf geführt zu unserer Unterkunft.

Dabei sind wir an traumhaften Villen vorbeigekommen, jede davon würden wir sofort nehmen. Überall standen Boote vor den Garagen und auf den Balkonen sind die Grills heiß gelaufen. So kann man auch Silvester feiern. Wir haben es uns mit unserem Sekt in der Unterkunft an unserem Sightseeingfenster gemütlich gemacht und ganz entspannt das alte Jahr ausklingen lassen und das neue Jahr begrüßt. Wir wünschen an der Stelle allen, die uns hier verfolgen ein gesundes und glückliches 2020 aus Neuseeland!!!

