2019/2020 Neuseeland

Cathedral Cove und Hot Water Beach

Da heute der 1.1.2020 ist und wir nicht weiter müssen, haben wir heute richtig schön ausgeschlafen, in aller Ruhe gefrühstückt und mit zuhause Kontakt gehabt. Durch die 12 Stunden Zeitverschiebung ist das nicht immer ganz einfach. Während alle zuhause am feiern waren, haben wir gefrühstückt und den Tag begonnen. Wir wollten heute zur Cathedral Cove, zu der man 45 Minuten wandern muss und die nur bei Ebbe erreichbar ist. Heute ist Ebbe um 5:59 Uhr und somit keine Option und um 18:33 Uhr, was dann wohl der Plan sein wird. Somit haben wir am späten Vormittag den Mount Paku, auf dem wir auch wohnen, erklommen.

Der untere Teil ist mit traumhaften Villen bebaut, irgendwann geht es aber nur noch zu Fuß weiter über Stock und Stein. Belohnt wird man mit einem traumhaften Panorama in alle möglichen Richtungen.

Auf dem Wasser war wieder die Hölle los. Hier braucht man wohl auch einfach nur ein Boot, keinen Führerschein. Wir waren aufgrund der 27 Grad Temperaturen ziemlich durchgesuppt und haben irgendwann wieder den Rückweg angetreten. In der Unterkunft haben wir uns etwas abgekühlt, bevor wir zum eigentlichen Ziel aufgebrochen sind.

Am frühen Nachmittag sind wir ins Auto gestiegen und wieder ein Stück der Strecke, die wir gestern gekommen sind, zurück gefahren. Irgendwann ging es mit ganz vielen Autos rechts ab und wir sind in Richtung Hahei gefahren. Kurz vor dem Ort befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem man parken sollte, wenn man zur Cathedral Cove möchte. Der Parkplatz am Wanderweg hat nur ca. 40 Plätze, was in der Hauptsaison auf keinen Fall reicht. Daher ist er gesperrt. Wir hatten Glück, denn der Shuttle Bus kam gerade und so hatten wir keinerlei Wartezeit. Am eigentlichen Parkplatz angekommen, haben wir uns ein Eis geholt, sind nochmal aufs Klo und los ging’s. Da es am Parkplatz so schnell ging, hatten wir beide noch unsere Flip Flops an und haben uns im Kreise der Idioten begrüßt, die in so Dingern wandern gehen. Im Nachhinein waren es die besten Schuhe dafür. Ein geteerter Weg führt den kompletten Weg bis zu dem Strand, Wanderschuhe wären definitiv drüber gewesen! Nach ca. 15 Minuten kann man zur Sting Ray Bucht abbiegen, was wir getan haben.

Wir sind bis zum Strand hinab gestiegen, was sich definitiv gelohnt hat. Es waren kaum Leute unten und wir waren an einem Traumstrand. Nach einiger Zeit sind wir wieder bergauf auf den ursprünglichen Weg und weiter zum eigentlichen Ziel. Über einige Stufen sind wir zum Strand abgestiegen und haben uns in ziemlichen Menschenmassen wieder gefunden.

Viele standen in einer Wartereihe am Strand, wahrscheinlich haben sie auf das Wandertaxi gewartet. Links von uns lag die Cove, durch die wir erstmal durch sind auf die andere Seite vom Strand. Je weiter wir gelaufen sind, umso weniger war los.

Wir haben uns an den Strand gesetzt und das Treiben zu Wasser und Land beobachtet. Gegen 16 Uhr wurde es merklich ruhiger. Da um 18 Uhr der letzte Bus zurück zum Parkplatz fuhr, haben wir uns irgendwann aufgemacht und sind die Strecke zurück gelaufen. Wieder hatten wir Glück und der Bus kam gerade und hat uns mitgenommen. Am Auto angekommen, haben wir beschlossen, nochmal zum Hot Water Beach einige Kilometer weiter zu fahren. Hier kommen bei Ebbe am Strand heiße Quellen hervor und man kann sich ein Loch buddeln, das sich in kurzer Zeit mit Wasser füllt. Wir haben am ersten Parkplatz gehalten, sind an den langen Sandstrand und haben uns gefragt, ob die Quellen überall sind.

Als wir nach rechts geguckt haben, wussten wir, wo sie sind. Der Strand war sonst fast menschenleer, an einer Stelle kam es einem aus der Ferne aber vor, als würde da gerade die gestrige Silvester Party steigen. Je näher wir gekommen sind, umso mehr mussten wir lachen. Der Strand war komplett umgegraben.

Überall Wasserlöcher, mache menschenleer (die waren mit kaltem Wasser gefüllt), in anderen saßen Massen von Menschen. Der Abschnitt war vielleicht 100 m lang, es gab aber zwei zentrale Stellen, da hat man sich fast die Füße verbrannt. Das Wasser in den Löchern hat total gedampft, so heiß war es. Es wurden Kanäle angelegt, um kaltes Wasser wieder zuzuführen. Total durchgeknallt. Die Chinesen saßen in ihren kompletten langen Klamotten, in denen sie den ganzen Tag verbracht hatten, in den Löchern. Bei uns hat sich der Hunger gemeldet, denn das Frühstück war schon lange her und so sind wir wieder zurück in unsere Traumwohnung gefahren, wo wir etwas gegessen haben und wieder die tolle Aussicht genossen haben. Morgen geht’s weiter – an Andis Geburtstag nach Hobbiton. Wir freuen uns jetzt schon!