Puuh, haben wir heute Nacht tief geschlafen! Die viele Luft und die Bewegung machen uns echt platt. Wir sind aufgebrochen zum Waimango Volcanic Valley, eins der Gebiete hier, wo in den 70er Jahren die letzten Vulkanausbrüche waren.

Man wandert am Eingang los und kann dann zwischen verschiedenen Touren wählen und mit dem Bus zurück fahren. Man kommt relativ schnell zum „Bratpfannensee“, der größten Heißwasserquelle der Welt.

Der See hat eine Temperatur von 55°C und ist ca. 6m tief. Überall dampft und blubbert es und wir sind mitten im Krater. Sehr komisches Gefühl. Ich hatte innerhalb kürzester Zeit das Gefühl, meine Füße explodieren gleich und als ich den Boden angepackt habe, wusste ich warum. Er war total heiß. Obwohl es heute lange nicht so warm wie die leeren Tage ist, kann er unmöglich von der Sonne so aufgeheizt sein, das kommt von unten. Der See läuft über einen Bach ab und der Weg folgt dem Lauf. Die Farben ändern sich ständig, man sieht immer mehr gelbe und orange Farben. Und überall sind neue Löcher in der Erde, wo kochendes Wasser an die Oberfläche tritt, teilweise sieht es aus, wie ein künstlicher Springbrunnen im Garten.

Und dann sind wir zu meinem persönlichen Highlight des Tages gekommen, den türkisfarbenen Inferno Krater See. Der See ändert ständig seinen Wasserstand. Innerhalb von 2 bis 3 Tagen verliert er 8 m Höhe, die sich dann innerhalb von 3 bis 4 Wochen wieder füllen. Bei uns war er recht voll und wunderschön. Der Krater ist das größte Geysirähnliche Gebilde der Welt, auch wenn der Geysir nicht zu sehen ist, da er auf dem Grund des Sees in 30 m Tiefe ist.

Vom See aus haben wir ca. 400 Höhenmeter erklommen, was echt anstrengend war. Von oben konnte man über die Wälder blicken und die verschiedenen Seen sehen. Wieder unten angekommen, sind wir bis zu einer Bushaltestelle gelaufen, von wo aus wir zurück zum Eingang gefahren sind. Wir haben eine Kleinigkeit gegessen und sind dann zum eigentlichen Ziel des Tages weitergefahren, dem Wai-o-Tapu Park. Es war Gott sei dank nicht so viel los und so sind wir los gestiefelt. Hier sieht es völlig anders aus, obwohl wir höchstens 10 km von dem anderen Park entfernt sind. Der Gestank kommt einem erstmal ordentlich entgegen und hier sieht man am Anfang große Löcher in der Erde, in deren Tiefe Matsch und teilweise auch Öl am vor sich hin blubbern ist.

Das Highlight dieses Parks ist der Champagner Pool, der ständig seine Farben wechselt und riesige Dampfwolken abgibt. Wenn man in so eine Wolke kommt, läuft erstmal die Brille an und die Kleidung wird klamm. Eine Sekunde später ist alles wieder weg.

Wir sind dem Rundgang weiter gefolgt und haben immer mehr unterschiedliche Arten der vulkanischen Gegend gesehen. Am Rückweg sind wir noch am einem Pool vorbei gekommen, der aussah, als ob ein Textmarker ausgelaufen wäre – Giftgrün. Unglaublich, dass die Natur solche Farben zaubert.

Am Ausgang haben wir gefragt, ob es in der Nähe auch Pools gibt, in denen man baden kann und sind in das Waikite Tal verwiesen worden. Da es nicht weit entfernt lag, sind wir mal hingefahren, um zu „gucken“. Als wir dort ankamen, war nicht viel los und so sind wir tatsächlich mit unseren Taschen zum Eingang gegangen. Man hätte in ein normales Schwimmbecken gehen können, wir bzw. ich wollte aber gerne in die heißen Quellen. Die Dame am Eingang hat uns einen „private Pool“ für 40 Minuten angeboten und das fanden wir schon sehr cool. Also haben wir zugeschlagen und uns 40 Minuten in 40 Grad heißes Wasser gesetzt. Es war einfach nur herrlich, selbst Andi fand es toll und das heißt was!!!

Anschließend haben wir nochmal geschaut, wo unser heißes Badewasser her kommt und haben die Quelle sehen können. Toll zu sehen, wie man Natur so positiv nutzen kann.

Da der Tag schon wieder rum war, sind wir noch einkaufen gefahren und haben uns in der Unterkunft ein paar Nudeln gekocht. Ein toller Tag geht zu Ende.
