Heute früh haben wir unsere interessante Unterkunft und Rotorua hinter uns gelassen. Wir sind ca. eine Stunde gen Süden nach Taupo gefahren, wo wir um 10.30 Uhr eine Bootstour zu den Felsschnitzereien gebucht hatten. Wir konnten direkt am Boot parken und es ging auch sofort los. Heute war es eine ganze Ecke frischer als die letzten Tage und wir haben das erste Mal unsere Jacken raus geholt.

Der Lake Taupo ist der größte See des Landes und wen überrascht es, es handelt sich mal wieder um den Krater eines erloschenen Vulkans. Er ist 40km lang und 28 km breit. Raue See hat uns erwartet und ich war erstaunt, dass sich unsere Bäuche nicht gemeldet haben. Das Boot hatte ganz schön gegen die Wellen zu kämpfen.

Nach einiger Zeit sind wir bei den Schnitzereien angekommen und davor auf- und abgeschaukelt und haben versucht, ein einigermaßen gerades Bild hin zu bekommen.

Auf der Rückfahrt haben wir in einer ruhigen Bucht angehalten. Normalerweise hätte man baden gehen können, aber heute konnte ich Andi nicht überzeugen, das kalte Nass zu genießen… Die Sonne hat schön geschienen und so haben wir uns gesonnt und es uns bei einem Kaffee gut gehen lassen.

Zurück an Land sind wir etwas Essen gegangen. Der Hafen von Taupo sah heute morgen so schön beschaulich aus, dabei handelt es sich eher um eine richtige Stadt. Wir sind ein bisschen durch die Straßen gelaufen und dann nochmal ca. 2 Kilometer zurück zu den Huka-Falls gefahren.

Bei dem Wasserfall handelt es sich um einen Abfluss des Lake Taupo. Der eigentlich ruhige Fluss Waikato wird durch eine Schlucht von hartem Gestein gepresst und so fließen pro Sekunde 220.000 Liter Wasser durch die Enge. Man kann die Falls entweder zu Fuß besichtigen oder flussabwärts ein Jetboot besteigen und mit ihm dorthin fahren. Ich hatte gehofft, eins von den Booten zu sehen und wir hatten Glück. Ob unsere Mägen hier allerdings seefest geblieben wären, wage ich zu bezweifeln.

Wir sind zurück zum Parkplatz und noch ca. 50 km gen Süden nach Turangi gefahren. Dabei ging es die meiste Zeit am Ufer des Sees entlang. Die Landschaft hat sich auf den letzten 200 km schon sehr verändert. Während im Norden alles geblüht hat, ist hier zwar alles grün, aber Blüten sieht man nicht mehr. Hier befinden wir uns auch in dem Gebiet, wo die Kiwis zum Skifahren hin kommen und die Lifte haben erst seit Ende Oktober geschlossen. Wir waren am frühen Nachmittag im Hotel und brauchten mal ein bisschen Auszeit. Wir haben keine Ahnung, ob die Entspannung einsetzt, wir schon wieder viel zu viel gesehen haben oder uns einfach nur die viele frische Luft und Bewegung schaffen, aber wir sind nur noch müde. Da morgen eine längere Fahrt bis zur Hauptstadt Wellington ansteht, haben wir beschlossen, ein paar Stunden mal nichts zu tun…
