2019/2020 Neuseeland

Überfahrt zur Südinsel

Heute morgen ging recht früh der Wecker. Wir haben getankt, den Mietwagen abgegeben, unser Gepäck bei Interislander eingecheckt und am Terminal gefrühstückt.

Dann wurde geboarded und um 9 Uhr ging es los. Die Nordinsel hat uns schon so super gefallen, dass wir hier noch hätten lange bleiben können. Bei dem Sturm die letzten Tage hatten wir ein bisschen Respekt vor der Fährfahrt, da diese wohl sehr oft etwas ungemütlich sein kann. Man überquert die Cookstreet, die an der schmalsten Stelle 22 km breit ist. Hier kommen die Tasmanische See und der Pazifik zusammen, was oft mit heftigen Konditionen einher geht. Auch der Wind peitscht zwischen den beiden Inseln durch. Das Wetter war heute Gott sei Dank total ruhig, das Meer völlig glatt. Der Himmel war bedeckt, aber in den letzten Tagen hieß blauer Himmel auch immer Sturm. Wellington verlässt man durch die Fitzroy-Bay, letztes Jahr in Chile waren wir am Berg Fitzroy, der Herr verfolgt uns. Nachdem es an Deck durch den Fahrtwind recht frisch wurde, haben wir uns ein Plätzchen im Schiff gesucht. Ganz hinten am Schiff war ein schöner Raum, wo man schön raus gucken konnte und zufällig waren noch zwei Plätze frei. Andi hat eine Runde geschlafen, ich habe ihn wieder geweckt, als der interessante Teil der Fahrt kam.

Pünktlich zur Einfahrt in die Marlborough Sounds sind wir wieder auf das oberste Deck gegangen und haben die Landschaft an uns vorbei ziehen sehen. Es hat sehr an Feuerland letztes Jahr erinnert, wo wir die Tour zum Kap Horn gemacht haben, nur ohne Gletscher. Die Sounds hier sind entstanden, als sich vor vielen Jahren die Erde gesenkt hat und die ehemaligen Täler überflutet wurden. Wieder waren unzählige kleine Boote auf dem Wasser unterwegs, die unseren Weg gekreuzt haben.

Am Ende der Fährfahrt lag der Ort Picton, der komplett durch die Ankunft der Fähren hier lebt. Man kommt von hier mit Bussen, der Bahn oder dem Mietwagen weiter.

Wir haben uns aufgeteilt, Andi hat den Schlüssel für den neuen Mietwagen geholt, ich habe das Gepäckband bewacht und eine halbe Stunde nach Ankunft waren wir wieder unterwegs. Wir haben den Hafen verlassen und sind rechts dem Queen Charlotte Drive gefolgt, der gleich einen ersten Aussichtspunkt geboten hat, von dem aus man nochmal die Interislander Fähre sehen konnte.

Kurvig ging es die nächsten Kilometer weiter bis zum nächsten Halt. Wir sind 500m einen Berg zu einen Lookout gelaufen und dann wurden wir von etwas begrüsst, das wir diesen Urlaub noch nicht kennen gelernt haben: Regen. Bis wir zurück am Auto waren, waren wir klitschnass und total gegeistert… Aufgrund des Wetters sind wir recht schnell voran gekommen, denn nochmal aussteigen – nein danke!

In Nelson haben wir wieder eingekauft, da wir ja alles leer gemacht hatten. Wir wollten Kiwis kaufen, da man bei den Kiwis ja auch mal welche essen muss. Die es gab kamen aus Italien und da haben wir sie liegen lassen! Für 60 Euro haben wir ein paar wenige Lebensmittel bekommen und weiter ging es in Richtung Abel Tasman Nationalpark. Auf der Fahrt dorthin war ich schon froh, nicht auf diverse Tipps im Netz gehört zu haben, dass man auch ca. 20 km entfernt günstiger wohnen kann und dann jeden Tag in den Park fahren kann. Die letzten Kilometer nach Marahau waren extrem kurvig und als wir den Ort und unser Heim für die nächsten 3 Nächte gesehen haben, haben wir uns total gefreut. Die Wohnung ist ein Traum, 100 m vom Strand entfernt. Der Kühlschrank war mit frischen Kirschen, Blaubeeren und Erdbeeren gefüllt und wir haben uns sofort wohl gefühlt! Nachdem wir etwas gegessen haben, sind wir nochmal ans Meer gegangen. Wir hatten für morgen früh um 9 Uhr ein Wassertaxi in den Nationalpark gebucht und das haben wir auf 10.30 Uhr verschoben. In den letzten Tagen war es meist so, dass es morgens wolkig und später sonnig war. Morgen soll es angeblich wieder sonnig und 24 Grad werden. Wir sind gespannt. Nach zwei Cocktails sind wir zurück zur Unterkunft und haben den Tag ausklingen lassen. Der Ort hier gefällt uns mal wieder super (ich weiß, ich wiederhole mich😂). Hier gibt’s übrigens noch echte Telefonzellen!!!