Was ein wunderschöner Tag!!! Wir haben heute per Boot und zu Fuß Neuseelands kleinsten Nationalpark erkundet.

Heute morgen sollten wir um 10.15 Uhr an einen Parkplatz kommen für das Wassertaxi, mit dem wir in den Park nach Anchorage fahren wollten. Uns kam das schon komisch vor, denn eigentlich sollte ein Wassertaxi auf dem Wasser fahren!? Unterwegs ist ein Schlepper an uns vorbei gefahren, der ein Wassertaxi auf dem Hänger hatte und tatsächlich: wir sind an einem Parkplatz ins Boot auf dem Hänger eingestiegen, mit dem Schlepper ans Meer gebracht und ins Wasser getrailert worden.

Was ein Spaß! Kaum im Wasser, hat der Taxifahrer richtig Gas gegeben und ist mit uns zum Split Apple Rock gefahren, einem Felsen der aussieht, als wäre er ein auseinander gebrochener Apfel.

Danach gab es wieder Vollgas und wir sind übers Meer gepeest. Gott sei Dank waren wieder keine Wellen, da wären wir bestimmt drüber geflogen. Wir haben die Insel Adele Island angesteuert und einigen Seelöwen beim Schwimmen und Sonnenbaden zugeschaut. So wendig im Wasser hatten wir sie noch nie erlebt, eher träge in der Sonne liegend.

Weiter ging es die Küste entlang bis Anchorage, wo wir mit einem Sprung ins seichte Wasser aussteigen durften. Die Bucht war voller Menschen und Boote, total cooles Gewusel.

Unser Plan war, an der Küste bis zu unserer Unterkunft nach Marahau zurück laufen, ca. 14 km.

Der Weg war super, aber wir sind nicht wirklich voran gekommen, weil es so viele tolle Ecken gab.

Um jede Kurve war eine neue tolle Perspektive und wir konnten uns gar nicht satt sehen. Von dem Weg gab es immer Abzweigungen zu den diversen Stränden und da die Flut am Ablaufen war, kamen plötzlich Strände zum Vorschein, die wir bei der Bootstour noch gar nicht gesehen hatten.

Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut macht hier wohl bis zu 5m aus. Also sind wir diverse Male zum Strand runter und wieder hoch auf den Weg.

Vom oberen Weg aus kamen die ganzen Farben auch am besten rüber. Das frische Grün vom Farn gegenüber dem türkisen Meer – ein Traum!

Irgendwann haben wir die Bucht von Marahau gesehen und da jetzt komplette Ebbe war, sind wir runter ins Watt und sind dort weiter gelaufen.

Wir haben aber echt unterschätzt, wie anstrengend es war, im Sand und Watt zu laufen und waren echt fertig, als wir irgendwann wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

Unser Ziel war die Burgerbude „the fat tui“.

Ein Foodtruck steht auf einer Wiese und wir haben uns als Belohnung beide einen fetten Burger gegönnt – lecker!!! Völlig platt ging es nur noch unter die Dusche und Eindrücke verarbeiten. Was ein wunderschöner Tag!
