Wir haben uns heute morgen echt in der Unterkunft rum gedrückt, da wir absolut keine Lust hatten, weiter zu fahren. Irgendwann war es 10 Uhr und wir mussten raus. Also sind wir an der Küste entlang nach Kaiteriteri gefahren und haben einen letzten Blick zurück geworfen.

Vor 3 Tagen waren wir über die Berge nach Marahau gekommen, daher haben wir jetzt einen anderen Weg genommen. Wir waren erschrocken, wie viel hier los war und haben traurig an unser Paradies zurück gedacht. Auf dem Hinweg sind wir über eine der hier zahlreichen einspurigen Brücken gefahren und überall waren Autos geparkt. Heute haben wir auch gehalten und gesehen, dass man hier von Felsen aus in den Fluss springen konnte.

Bis Havelook sind wir die gleiche Strecke zurück gefahren, die wir vor ein paar Tage von der Fähre gekommen sind – nur, dass ich dieses Mal die super kurvige Strecke durch die Berge gefahren bin. Andi ist auf der Hinfahrt Ralley gefahren, das wollte ich für die Rückfahrt verhindern! Bei blauem Himmel sah die Gegend heute gleich viel freundlicher aus. Hier sind sehr viele Nadelwälder, die eigentlich gar nicht her passen. Da diese aber auch überall abgeholzt werden, sieht man, wo der Mensch schon vor langer Zeit eingegriffen hat. Unterwegs gab es immer wieder Sägewerke, sonst war keine Industrie zu sehen.

Entlang der Straße sind zwischen Obstplantagen immer mehr Weingüter aufgetaucht und wir haben uns inmitten von Neuseelands Weingebiet wieder gefunden.

Hinter Blenheim wurde die Gegend immer hügeliger und irgendwann ist vor uns das Meer wieder aufgetaucht. Die Straße hat sich die Küste entlang geschlengelt und man hatte traumhafte Ausblicke.

Allerdings konnte man wieder nur sehr selten halten, da zwischen Meer und Straße die Eisenbahnlinie entlang lief. Die wenigen Möglichkeiten haben wir aber genutzt und sind mit tollen Blicken belohnt wurden. Die Strände waren hier ganz dunkel, nicht mehr weiß.

An einem Lookout wären wir fast vorbei gefahren, Gott sei Dank haben wir aber gehalten. In den Felsen unterhalb waren hunderte Seelöwen mit ganz vielen Kleinen dabei.

Die Felsen haben geschützte Becken geboten und so konnten sie schwimmen lernen.

Es war total putzig, zuzugucken.

Gemäß Navi hätten wir für die heutige Strecke 4 Stunden gebraucht. Wir sind ca. 8 Stunden später in Kaikoura angekommen und haben unsere neue Unterkunft für die nächsten 2 Tage bezogen. Anschließend sind wir in den Ort etwas Essen gegangen. Kaikoura ist seit ca. 130 km die erste Ortschaft auf der Strecke gewesen. Das kannten wir von hier noch nicht, dass zwischen Ortschaften so viel reine Landschaft liegt. Auf dem Rückweg zur Unterkunft haben wir gesehen, dass der Himmel ganz nett aussieht und haben beschlossen, nochmal an den Strand zu gehen. Und so haben wir den wohl schönsten Sonnenuntergang aller Zeiten erlebt. Farblich war alles dabei und der Himmel war einfach genial.

Andi hat sich gewundert, warum er die Drohne nicht in die Luft kriegt – wir waren in der Einflugschneise von einem kleinen Flughafen und da ist sie nicht gestartet. Statt dessen hat er Zeitrafferaufnahmen gestartet und die sind super geworden!!!

