Heute haben wir wieder richtig ausgeschlafen und haben ein kleines Frühstück im Zimmer selber gemacht. Wir waren von der späten Pizza noch total satt. Gegen 11 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht, sind einmal durch Queenstown und in Richtung Glenorchy abgebogen, bis ich gemerkt habe, dass ich meine Kamera vergessen habe… Es setzt wohl langsam die Entspannung bei mir ein und mein Hirn aus… Also zurück, Kamera holen, noch tanken und wieder auf den Weg. Es war wieder tolles Wetter und totale Windstille und so haben sich in dem See die gegenüber liegenden Berge total schön gespiegelt.

Unsere Kameras sind wieder heiß gelaufen.

Was nur wieder echt genervt hat, sind die Sandflies, die von Tag zu Tag heftiger werden. Wir haben schon das 2. Antizeug gekauft und sind total zerstochen. Vor allem an Händen und Knöcheln reihen sich Stich an Stich. In den Apotheken ist Stau vor dem Regal mit dem Antizeug und gefühlt hilft nichts… Vor allem nachts fängt es richtig an zu jucken. Andi hat regelmäßig Blut an den Händen, wenn er wieder gepiesackt wurde. Die Einheimischen hier scheinen immun dagegen zu sein, die können einem nicht mal ein Mittel empfehlen, da sie es nicht brauchen… In Glenorchy angekommen, haben wir im schattigen Garten eines Restaurants eine Kleinigkeit gegessen.

Anschließend haben wir am See ein paar Bilder gemacht und dann entdeckt, dass die Straße ins Tal ja noch weiter geht, was wir natürlich nicht unentdeckt lassen konnten.

Also sind wir weiter gefahren, ein Wegweiser hat noch 7 km bis ins Paradies angezeigt, da mussten wir natürlich gucken, wie es im Paradies aussieht. Die Gegend wurde immer einsamer.

Ein breites Flussbett hat das Tal durchquert und im Hintergrund sind immer mehr schneebedeckte Berge aufgetaucht.

Als die Straße nur noch geschottert war, sind wir umgekehrt. Auf dem Rückweg haben wir gemerkt, dass wir riesiges Glück hatten, denn mittlerweile war etwas Wind aufgekommen und die Spiegelungen im See komplett verschwunden. Nach einer Stunde Fahrt hatte uns gegen 17 Uhr das Hotel wieder und wir haben uns etwas ausgeruht. Ich habe eine Runde geduscht, da ich dachte, das wäre es an Anstrengung für den Tag gewesen. Gegen 19 Uhr sind wir zur Gondel und mit ihr auf den Berg gefahren. Andi wollte schon die ganze Zeit von hier aus Zeitrafferaufnahmen machen. Als wir oben angekommen sind, war nur eine kleine Viewing Plattform geöffnet und da haben sich viele Leute gedrängt – keine gute Voraussetzung, für längere Zeit eine Kamera aufzubauen. Andi hatte irgendwo gelesen, dass man den Berg noch weiter hoch könne und so sind wir gefühlte Ewigkeiten durch dunklen Wald steil bergauf gelaufen. Meine Dusche hätte ich mir mal sparen können. Oben angekommen mit einem Puls von 182 war es das falsche Panorama, also wieder runter anderen Punkt suchen. Ich war gar nicht aggro… Irgendwann haben wir ein Plätzchen gefunden und es uns gemütlich gemacht bei toller Aussicht und Sonnenuntergang.

Die Aufnahmen sind genial geworden und wir sind mit der Gondel gegen 22.30 Uhr wieder bergab gefahren. Wie schon so oft auf unserer Reise könnten wir hier wieder ewig bleiben, da es noch so viel zu entdecken gibt. Alleine Sonnenuntergänge könnte man eine Woche lang von verschiedenen Bergen aus gucken…
