Heute früh haben wir Invercargill über sehr leere Straßen verlassen. Sehr komische Stadt… Unsere Route geht heute entlang der Südküste, durch die Catlins. Die Straßen bis dahin waren außer ein paar Schleppern komplett leer. Den ersten Stop haben wir am Waipapa Point eingelegt, einem schönen Leuchtturm. Am Strand haben sich die Seelöwen getummelt.
Dann ging es weiter zum Slope Point. Ein 20 minütiger Weg führt an den südlichsten Punkt Neuseelands.
Jetzt waren wir ganz im Norden am Cape Reinga und ganz im Süden am Slope Point. An den Pflanzen konnte man gut erkennen, dass wir wohl einen windstillen Tag hier erwischt haben.
An der Curio Bay haben wir eine Mittagspause eingelegt und eine Kleinigkeit gegessen, bevor wir dem Penguin Walk gefolgt sind, in der Hoffnung, welche zu sehen. Leider wurden wir enttäuscht und es haben sich keine gezeigt. Einige Kilometer weiter sind wir über eine Schotterpiste zum Parkplatz der MC Lean Falls gefahren. Von dort ging es ca. 15 Minuten zu Fuß durch tollen Regenwald. Es ist immer wieder schön, solche Abschnitte zu durchlaufen, da sie so unglaublich vielfältig sind. Die Wasserfälle waren größer und toller, als wir sie erwartet hatten. Über 3 Stufen fallen sie 22 Meter in die Tiefe, tolles Schauspiel.
Die nächsten Wasserfälle mussten wir schon aufgrund der Zeit links liegen lassen und haben uns zum Nugget Point aufgemacht. Hier steht in toller Lage auf einem Felsen ein Leuchtturm, zu dem man laufen kann. Im Meer unten haben die Seelöwen gebrüllt und sich ausgeruht.
An der Küste entlang haben wir uns bis zum kurz vor Dunedin liegenden Tunnel Beach navigieren lassen, unserem Highlight des Tages. Man geht sehr steil den Berg hinunter, im Hinterkopf der Gedanke, dass man auch wieder hoch muss… Unterwegs hat man schon geniale Blicke auf die Küste und man geht trotz des folgenden Aufstiegs weiter.
Unten angekommen, geht man ganz viele Treppenstufen durch einen sehr steilen Tunnel. Daher der Name.
Man kommt wie in einer anderen Welt raus, fühlt sich mini klein und hat die tollen Felsen um sich rum.
Am Strand konnten wir das erste Mal sehen, wie die großen Wasserpflanzen an den Felsen fest gewachsen sind. Bisher haben wir sie immer nur im Wasser treiben sehen.
Die Bucht ist bei Flut anscheinend ziemlich überflutet, wir hatten Glück, dass Ebbe war. Eigentlich wollten wir heute auch zu den Cathedral Caves, die waren aber geschlossen, da Flut war und öffnen nur bei Ebbe. Da wir mittags schon daran vorbei gefahren sind und sie erst ab 17 Uhr begehbar waren, haben wir hier einen super Ersatz gefunden! Völlig fertig sind wir irgendwann wieder am Auto gewesen und die restlichen Kilometer bis Dunedin gefahren. Wir waren noch einkaufen und der Tag einfach wieder viel zu schnell vorbei… Generell war die Landschaft heute aber wieder viel schöner, da sie nicht so flach, sondern hügelig war.
