2019/2020 Neuseeland

Zum Mount Cook Nationalpark

Dunedin als Stadt haben wir etwas links liegen lassen und sind heute morgen nur mit dem Auto durch gefahren. Aber natürlich mussten wir noch zur berühmtesten Straße der Stadt: der Baldwin Street. Sie war bis 2019 die offiziell steilste Straße der Welt und sie ist wirklich steil. Sie hat 35 % Steigung, hat aber kürzlich durch eine noch steilere Straße in Wales ihren Titel verloren.

Allerdings kam mir der Berg gestern Abend vom Strand hoch genauso krass vor, aber da sind keine Autos hochgefahren.

Wir sind als Frühsport einmal hoch und runter gelaufen und haben die Stadt anschließend hinter uns gelassen. Eine Stunde entfernt waren unser nächstes Ziel die Moeraki Boulders, runde große Steine am Strand, die optisch da eigentlich nichts zu suchen haben.

Da gerade Ebbe war, hatten wir Glück, dass sie komplett frei waren und nicht im Wasser versteckt. Sie haben teilweise ein Durchmesser von über 2 m.

Dann haben wir das Meer verlassen und sind ins Landesinnere abgebogen. Hier spielt Landwirtschaft die zentrale Rolle. Wir fanden heftig, dass es kaum ein Feld gab, das nicht bewässert wurde. Am Meer waren es noch 17 Grad und je mehr wir ins Land kamen, umso wärmer wurde es. Das Thermometer ist unterwegs bis auf 31 Grad geklettert. Dass dann auf den Feldern so viel gewässert wird, damit Gras für die Schafe und Kühe wächst, ist schon heftig…

Im Hintergrund sind immer mehr die Berge aufgetaucht und wir am nem riesigen Stausee vorbei gefahren. Das Wasser war türkis grün und hat kaum her gepasst.

Hinter Twizel ging die Straße links ab zum Mt. Cook, dem mit 3.724 m höchsten Berg Neuseelands. Man fährt entlang des Lake Pukaki, der sehr kitschig türkis leuchtet und sieht im Hintergrund das Panorama aus weißen schneebedeckten Bergen. Auch hier war wieder der bräunliche Belag von Australiens Feuern zu sehen.

Wir haben unser heutiges Hotel im Tal angesteuert und waren stolz, dass wir mal am frühen Nachmittag da waren und prompt war das Zimmer noch nicht fertig. Wir hätten um 14 Uhr einchecken können und sollten um 16.30 Uhr wieder kommen. Als Entschuldigung haben wir einen 20 Dollar Gutschein von der Bar bekommen und haben ihn gleich eingelöst. Im Zimmer haben wir eine Kleinigkeit gegessen und weiter ging es. Es war mittlerweile schon 18 Uhr und die Parkplätze angenehm leer. Das ist der Vorteil, wenn man hier im Tal schläft und nicht wieder 60 km zurück in den nächsten Ort muss. Wir sind zuerst zum Parkplatz vom Hooker Valley gefahren und bis zu der ersten Hängebrücke vom Mueller Lake gelaufen.

Leider waren die Berge etwas zugezogen, aber trotzdem war die Gegend toll. Die Hängebrücke haben wir einmal überquert, haben dann aber umgedreht. Dann sind wir nochmal ins Tal vom Tasman Lake gefahren und auf den Berg mit dem Aussichtspunkt auf den See und Gletscher gelaufen. Hier waren wir dann ganz alleine.

Auf dem Rückweg mussten wir aufgrund des tollen Himmels doch nochmal halten und waren dann doch erst wieder um 22 Uhr im Hotel…