Nach einer Nacht mit viel Schlaf sind wir heute nach dem Frühstück abgeholt worden. Wir wurden 15 km weit zur Kevin Rohan Eco Foundation gebracht. Es war interessant, mal aus der Stadt zu kommen. Der Besuch stand zwar im Reiseprogramm, aber weder wir noch unser Reiseführer wussten, was uns erwartet. Leider wussten die vor Ort auch nicht, dass wir kommen und so hat nicht wirklich jemand auf uns gewartet. Trotzdem hat sich jemand gefunden, der uns herum geführt hat und es war echt interessant.

Das Projekt wurde in 2010 gegründet, nachdem der Sohn des Gründers gestorben ist. Die Eltern sind anschließend durch die Welt gereist und haben beschlossen, etwas für arme Menschen in Nepal zu machen. Angefangen haben sie mit einem Krankenhaus, in das sie einmal die Woche einen Arzt holen. Sie haben eine Schule gegründet, in der sie aktuell 119 Kinder aus allen Schichten nach dem Waldorfschulenprinzip unterrichten.

Den armen Kindern wird der Unterricht durch Spenden bezahlt. Außerdem werden Frauen beschäftigt, die nirgends sonst einen Job finden würden. Sie arbeiten im Cafe, lernen nachhaltigen Anbau von Obst und Gemüse. Über Studenten werden Gelder gesammelt, sie wohnen dort für 20 USD und helfen mit. Um nachhaltig Materialen zu verwenden, werden Häuser aus Flaschen und Stroh gebaut.

Ein amerikanischer Architekt hat uns verschiedene Häuser gezeigt. Das Projekt war echt beeindruckend, vor allem auch die Anstrengung, ständig neue Spendengelder aufzutreiben.
Nach dem Besuch sind wir zur größten Stupa Nepals gefahren.

Wir sind auf einer völlig verstopften Straße ausgestiegen und standen ganz plötzlich auf einem tollen Platz mit der Stupa. Hier wurden 32 kg Gold verbaut.

Um einen guten Blick zu haben, sind wir in ein Restaurant auf eine Dachterasse gegangen. Dort haben wir gemütlich gegessen und den Blick genossen.

Anschließend sind wir auf der Plattform im Uhrzeigersinn um die Stupa gelaufen. Um uns haben sich immer mehr Gläubige versammelt. In einem Kloster hat sich Klü von einem Mönch segnen lassen.

Auf einer anderen Dachterrasse haben wir noch einen Lassi getrunken und noch einen anderen Deutschen getroffen, der mit unserem Guide vor ein paar Jahren eine Tour gemacht hat.

Gegen 18 Uhr waren wir wieder im Hotel, reich an vielen tollen Eindrücken und tausenden von Bildern.

