Heute morgen haben wir den heiligsten hinduistischen Pilgerort in Nepal besucht, Pashupatinath. Vor dem Besuch hatten wir Respekt, da hier die Leichen der Verstorbenen verbrannt werden. Am Fluss, der der heiligste in Nepal ist und später in den Ganges fließt, werden die Toten gebracht, auf eine Trage aus Bambus umgelagert und dann mit dem Flusswasser gewaschen.

Die Angehörigen haben dabei das Gesicht und die Füße gewaschen und geküsst. Dann werden die Leichen am Ufer entlang zu den Verbrennungsplattformen gebracht.

Hier ist schon Holz gestapelt, die Leichen werden darauf gelegt und mit nassem Stroh bedeckt. Anschließend werden sie angezündet und die Familien schauen zu.

Auf der anderen Uferseite sitzen Heilige und halten verschiedene Opferzeremonien ab, z. B. für den Todestag eines Familienmitglieds.

Nachdem wir eine ganze Weile das Geschehen beobachtet haben und tief beeindruckt waren, sind wir auf die andere Seite des Flusses und sind zu dem heiligsten Tempel im Hinduismus gelaufen.

Die Gläubigen haben am Eingang ihre Schuhe ausgezogen, wir als Nichtgläubige haben Eintritt gezahlt und durften die Schuhe anbehalten. Dafür durften wir auch nicht in den Tempel rein. Wir konnten durch den Eingang die Rückseite eines riesigen Stieres erkennen.

Hierher kommen jeden Tag tausende Gläubige aus ganz Nepal und Indien.
Wir sind wieder in den Bus gestiegen und haben Kathmandu verlassen. Es ging nach Changu Narayan. Hier befindet sich ein Weltkulturerbe, der älteste Tempel Nepals.

Man findet Kunstwerke, die mehrere hundert Jahre alt sind. Ein Teil der Anlage wurde 2015 zerstört, befindet sich aber wieder im Aufbau. Zu Mittag wurde in einer kleinen Bude für uns ein leckeres vegetarisches Curry gekocht.
Unser Guide hat vorgeschlagen, von hier aus eine 2stündige Wanderung zu machen, wo wir gerne eingewilligt haben. Mit ihm haben wir einen echten Glückstreffer gemacht. So sind wir auf einem Bergkamm durch Dörfer und Wälder gelaufen und haben die Aussicht genossen.

Leider ist es gegen Nachmittag wieder diesig geworden, so dass wir nicht sehr weit in die Ferne gucken konnten. Was interessant und gut zu erkennen war, dass im Tal sehr viele Ziegeleien sind. Die Grundstückseigentümer bekommen für die Vermietung mehr Geld als sie mit Landwirtschaft verdienen können.

Wir waren erstaunt zu hören, dass im Kathmandutal ein 300 m2 großes Grundstück ca. 200.000 Euro kostet. Es werden kaum Grundstücke und Immobilien verkauft, da es sich keiner leisten kann. Wer ein Grundstück hat, bewohnt es selber und vermietet ggf. die anderen Etagen.
Nach unserer Wanderung hat uns unser Fahrer wieder eingesammelt und uns über abenteuerliche Straßen nach Nagarkot gefahren. Hier haben wir in einem Hotel mit traumhafter Aussicht eingecheckt. Leider war es wieder sehr diesig, so dass wir die eigentliche Aussicht nicht genießen konnten. Wir haben uns ins Cafe gesetzt und haben entspannt etwas gegessen.
Morgen früh ist es bestimmt klarer und sonniger…
