Gestern Abend hat eine Horde Chinesen unser Hotel überrollt. Sie sind überall entlang gewuselt und haben Selfies gemacht und das ist einer Lautstärke – unglaublich!!!
Klü und ich haben uns gestern Abend im Hotel einen Tee mit Milch bestellt. Anscheinend war das nicht eine ganz so tolle Idee, denn wir haben beide eine ätzende Nacht hinter uns, in der uns unser Magen gezeigt hat, wo die Grenzen sind…

Leider konnten wir auch heute morgen nicht den tollen Sonnenaufgang sehen, den wir erhofft haben. Es war immer noch alles total diesig. Erahnen konnten wir aber das großartige Panorama.

Um 8 Uhr sind wir die 19 km bergab nach Bhaktapur gefahren, für die wir eine Stunde gebraucht haben. Die Straße hat unsere geschundenen Mägen ordentlich durch geschüttelt.
In Bhaktapur angekommen, hat uns unser Fahrer am Straßenrand raus gelassen und wir haben uns wohl alle gefragt, was an dem Ort so besonders sein soll. Durch eine kleine Seitenstraße ging es in den Bereich der alten Königsstadt und langsam haben wir eine Ahnung von dem bekommen, wovon die Leute so schwärmen.

Mit Schnitzereien reich verzierte Häuser und enge Gassen haben uns in den Kern geführt. Überall wurde gebaut, da auch hier in 2015 einiges zerstört wurde.

Toll ist, dass alles wieder im alten Stil aufgebaut wird und nicht irgendwelche modernen Gebäude dazwischen gestellt werden.

Im Zentrum dürfen keine Autos fahren, nur die Geschäfte werden beliefert.

Wir haben uns verschiedene Handwerkskünste angeschaut – Schnitzer, Töpfer, Papierhersteller und haben vorgeführt bekommen, was Klangschalen alles können. Überall sind kleine Geschäfte, wo man keine importierte Ware aus China, sondern hier gefertigte Kunst kaufen kann. Richtig schön.

Bhola, unser Guide hat gemerkt, dass es uns heute nicht so gut geht und hat uns daher im Zentrum alles erklärt und uns dann ins Hotel gebracht. Wir haben uns etwas ausgeruht und sind am frühen Nachmittag wieder los gezogen. Das Hotel liegt sehr zentral und ist erst 6 Monate alt und bisher das beste, das wir hatten.

Wir sind wieder in das Zentrum gelaufen, das direkt um die Ecke liegt. Touristen müssen ca. 13 Euro Eintritt zahlen.

Wir sind auf eine Dachterrasse gestiegen und haben dort in einem Restaurant bei tollem Sonnenschein etwas gegessen – allerdings haben wir heute keine Experimente mit heimischen Essen gemacht.

Anschließend haben wir Bhaktapur zu Fuß erkundet und in Ruhe unsere Fotos gemacht, bis es am späten Nachmittag angefangen hat zu regnen und zu donnern.

Abends haben wir beschlossen, zu einem Supermarkt zu gehen, der laut Google Maps in der Nähe sein sollte. In einem Keller haben wir ihn irgendwann gefunden und für unsere kaputten Mägen Chips und Cracker geholt – und zum desinfizieren noch ein bisschen Bier.

Damit haben wir es in unserem Wohnzimmer gemütlich gemacht und eine Runde Bollywood Film geguckt – die Sprache spielt dabei keine Rolle…
