2019 Nepal

Himalaya und Pokhara

Was ein Tag!!! In Kathmandu hat uns vor ein paar Tagen ein Deutscher erzählt, dass er von Pokhara aus einen Flug ins Basislager vom Himalaya gemacht hat und er es als wunderschönes Erlebnis in Erinnerung hat. Also haben wir beschlossen, das auch zu machen. Bhola hat alles für uns organisiert. Wir sollten morgens um 8 Uhr abgeholt werden. Tatsächlich kam der Bus um 9 Uhr und wir wurden zum Flughafen gebracht. Dort ging es weiter mit Warten und irgendwann kam jemand, der uns durch die Security gebracht hat. Um 11.30 Uhr sind wir dann endlich gestartet. Der Pilot hatte wohl verschlafen… Wir hatten schon überlegt, einfach zu gehen, waren aber sofort nach dem Start froh, dass wir es nicht getan haben…

Wir sind ganz dicht über die Bergdörfer, Rhododendronwälder und terrassenförmigen Felder geflogen. Irgendwann haben wir die höheren Ebenen erreicht und der pure schneebedeckte Fels kam zum Vorschein. Vom Tal aus hatten wir Angst, dass alles in Wolken liegt, vor uns hat sich aber das unberührte sonnige weiße Panorama aufgetan und wir waren absolut geflasht. Wir sind im Basecamp auf 4.130 m gelandet und um uns standen direkt die imposanten 8000er.

Eine Felswand vor uns war 4000m hoch. Das Gefühl war unbeschreiblich! Wir waren erstaunt, wie viele Leute hier wirklich zu Fuß hoch kommen.

Die Hütten vom Basecamp waren teilweise eingestürzt, wahrscheinlich wegen der Schneemassen. Die Sherpas haben das Gepäck der Leute geschleppt und haben die Schlafplätze vorbereitet. Wir wussten nicht wirklich, wie viel Zeit wir haben, daher sind wir noch etwas bergauf gelaufen und haben mit unseren mitgebrachten Gebetsflaggen Bilder gemacht.

Der Hubschrauber, der inzwischen wieder im Tal war, kam zurück und hat uns angetrieben, zurück zu kommen und einzusteigen. Wir haben uns beeilt und sind direkt los geflogen. Allerdings hat der Flug nicht wirklich lang gedauert, denn nach ca. 2 Minuten hat der Pilot abgedreht und ist auf einen Felsvorsprung zugeflogen und dort gelandet.

Aufgrund des Schnees und unseren Gewichts sind wir ziemlich eingesackt und hatten kurz ein etwas mulmiges Gefühl. Neben uns war eine Hütte und die Sherpas dort waren sichtlich überrascht, dass wir dort landen. Wir mussten alle aussteigen und der Hubschrauber ist sofort wieder gen Basislager bergauf geflogen.

Wir waren ziemlich planlos und keiner hat uns gesagt, was los ist und warum wir mitten in den Bergen gestrandet sind. Andi hat überlegt, aus über 3000 m abzusteigen, hat uns gedanklich aber auch dort übernachten sehen. Wir waren innerhalb kürzester Zeit von dicken Wolken umgeben und es hat geregnet. Der Hubschrauber kam von oben zurück und ist ins Tal geflogen – wir haben gewartet. In der Zwischenzeit kamen mehrere Sherpas an der Hütte an, etwas später die Wanderer. Nach ca. 30 Minuten haben wir den Hubschrauber wieder aus dem Tal kommen hören und er ist bei uns gelandet und hat uns sicher ins Tal zurück gebracht. Unten angekommen waren wir voller Adrenalin aufgrund des tollen, aber gleichzeitig aufregenden Erlebnisses.

Wir wurden zurück ins Hotel gebracht, wo Bhola schon seit Stunden auf uns gewartet hat. Wir haben uns schnell dünne sommerliche Klamotten angezogen und weiter ging es im Programm, da wir ja heute eigentlich hier den ganzen Tag Programm hatten.

Wir sind ans Ufer gebracht worden und haben dort ein Boot gemietet, mit dem wir über den See gefahren sind und an einer kleinen Insel mit einem Tempel gehalten haben.

Leider habe ich davon wenig mit bekommen, da ich, kaum auf der Insel angekommen, von einer Taube vollgekackt wurde. Ein grüner Glücksbringer auf dem Shirt und der Kameratasche – danke auch!

Am Ufer wieder angekommen, wurden wir in ein ehemaliges tibetanisches Flüchtlingslager gebracht, wo gerade die abendliche Zeremonie stattgefunden hat. Wir haben eine Zeitlang zugesehen und gehört und sind dann weiter.

Am Flussufer konnten wir sehen, wie eine Leiche verbrannt wurde. Mittlerweile kommt es einem gar nicht mehr so schlimm vor.

An einem Tempel hatten wir eine traumhafte Aussicht auf die Stadt und konnten eine Zeremonie beobachten.

Wenn man hier 84 wird, dann gibt es ein Fest. Ein solcher 84 jähriger wurde von Musik und vielen Menschen durch den Ort bis zu dem Tempel begleitet. Er hat dort den Segen bekommen und seine Frau wollte währenddessen schnell ein Bild mit mir machen. Total lustig. Er hat uns währenddessen erzählt, dass er 1991 geboren wurde….

Der nächste Stop war an einem kleinen Wasserfall, der in eine unterirdische Höhle geflossen ist. Die Höhle haben wir auch noch durchlaufen, um den Wasserfall von unten zu sehen.

Nachdem wir das Tagesprogramm in wenigen Stunden abgespult haben, hat uns Bhola am Seeufer abgesetzt, wo wir noch einer Zeremonie beiwohnen durften.

Nachdem wir völlig platt und ausgehungert waren, sind wir noch etwas Essen gegangen und voller krasser Eindrücke ins Bett gefallen.