2019 Nepal

Fahrt in den Chitwan Nationalpark

Heute früh haben wir bei strahlendem Sonnenschein und Blick auf die Berge Pokhara verlassen und sind einen Teil der Strecke zurück gefahren.

Nach ca. 90 km sind wir rechts abgebogen in Richtung Chitwan Nationalpark. Die Straße war richtig gut, wurde erst nach dem Erdbeben in 2015 gebaut. Die Leute haben, wie überall bisher direkt an der Straße ihre Häuser inkl. ihrer Tiere.

Die Straße hat sich entlang einer Steilwand in einem sehr engen Tal gewunden, das erst nach und nach etwas offener wurde.

Nach dem Tal sind wir durch erste Wälder gefahren. Das Holz hier wird für die zahlreichen Schnitzereien verwendet, da es sehr hart ist. Hinter den Wäldern hat sich die Landschaft sehr verändert. Wo wir seit unserer Ankunft überall nur Berge und terrassenförmig angelegte Felder gesehen haben, sind wir hier in einer weiten Ebene gelandet. Überall wurde auf den Feldern gearbeitet und die Reissetzlinge eingepflanzt.

Wo wir uns unsere Rücken durch Bürojobs kaputt machen, leiden sie hier durch die ständige Bückerei.

Wir konnten uns nicht wirklich vorstellen, dass wir hier am Rande eines Nationalparks sind, da es so gar nicht danach aussah. Wir sind mittags im Hotel angekommen und das ist absolut das beste bisher. Eine tolle Gartenanlage mit kleinen Bungalows – hier könnte man länger bleiben… Wir haben zu Mittag gegessen und uns etwas ausgeruht. Um 16 Uhr wurden wir abgeholt und zu einem in der Nähe liegenden Einheimischendorf gebracht.

Auf dem Weg dorthin haben wir unsere ersten Elefanten gesehen – und das so viel anders, als es in Südafrika der Fall war. Sie standen angeleint unter großen Dächern und haben Heu gefressen.

Ein Guide hat uns erklärt, wie früher die Häuser gebaut wurden und wir konnten uns einige noch bewohnte Häuser anschauen. Rings herum waren Reisfelder – durch eins ist in der letzten Nacht ein Nashorn durch gelaufen.

Außerdem hat er uns gezeigt, was hier alles angebaut wird…

In der Ferne haben wir plötzlich etwas gesehen, was uns echt erschreckt hat. Zig Elefanten mit Touristen auf ihrem Rücken, die aus dem Wald kamen. Wir hatten uns vor der Reise schon entschieden, keine Safari auf einem Elefanten zu machen, als wir aber jetzt diese Massenabfertigung gesehen haben, ist unsere Entscheidung nur bestätigt worden. Andere Tiere bei der Safari zu sehen kann man total vergessen, wenn massig kreischende Chinesen um einen herum sind…

Wir sind am Fluss entlang weiter gefahren und haben dort die ersten wilden Tiere gesehen – Krokodile und ein Nashorn, das sich gemütlich im Fluss gebadet und dann am Ufer gefressen hat.

Anschließend haben wir am Ufer den Sonnenuntergang geschaut und haben uns dann auf der Rückfahrt noch einen Hut gekauft. Wir haben uns entschieden, für morgen unser Programm zu ändern und haben einen privaten Ranger gebucht, der mit uns den ganzen Tag Safari macht. Wir haben ein bisschen die Hoffnung, einen Tiger zu sehen, was in so großen Gruppen nicht wirklich realistisch ist. Da es hier aber mittlerweile 35 Grad sind, macht ein bisschen Sonnenschutz Sinn…

Im Hotel haben wir unser allabendliches Everest Bier getrunken und sind selig ins Bett gefallen…