2019 Nepal

Chitwan Nationalpark

Heute ging es wieder früh los. Wir haben unser Programm hier umgeschmissen und aus einem halben Tag Safari mit vielen anderen Menschen eine ganztägige Safari zu dritt mit einem Ranger gemacht.

Vor dem Massen sind wir so an der Stelle, wo wir gestern den Sonnenuntergang geschaut haben, in ein kleines Holzboot gestiegen und wurden über den Fluss in den Nationalpark gebracht.

Dort standen lauter Jeeps und wir sind auf einen geklettert und los ging es.

Wir haben auf den ersten wenigen Kilometern echt viele Tiere gesehen. Ein Pfau hat vor uns auf der Straße seinen Tanz absolviert.

In einem Baum sind ganz viele Affen herum gesprungen und haben uns eindrucksvoll gezeigt, was sie können. Am liebsten hätte ich einen mit heim genommen…

Wir hätten stundenlang zugucken können. Hier gibt es auch ganz viele Rehe, Hirsche, Wildschweine und über 800 Arten von Vögeln.

Unterwegs auf der Strecke mussten wir immer wieder an Parkstationen unsere Tickets vorzeigen. Die Stationen waren mit Militär besetzt, das auf Fahrrädern und Elefanten auch Patrouille gefahren / geritten ist.

Die Natur ist hier so viel anders als auf der bisherigen Tour. Dichte Wälder wechseln sich ab mit Ebenen mit Elefantengras, man fühlt sich wie im Dschungelbuch..

Überall steigen Rauchsäulen auf, da der Nationalpark gerade kontrolliert abgebrannt wird, damit sich neue Pflanzen bilden können. Komisch, da durch zu fahren.

Wir sind mehrere Stunden gefahren, bevor wir unser Ziel erreicht haben. An einem Fluss hatten wir die Hoffnung, einen der 100 hier lebenden Tiger zu sehen. Wir haben an einer Anhöhe gehalten, dort unsere Lunchpakete gegessen und gehofft, dass wir den Tiger sehen. Aber außer einem Nashorn hat sich nichts gezeigt.

An einem Tümpel unterwegs konnten wir dann aber unseren Augen kaum trauen, hier lagen 8 Nashörner im Wasser und eins stand am Ufer. Ihre Ohren, mit denen sie ständig wedeln, erinnern irgendwie an Shreck…

Irgendwann haben wir aufgegeben und sind zurück gefahren. Wir haben an einer Aufzuchtstation für Krokodile gehalten. Die Eier werden im Park gesammelt und bevor sie gefressen werden, werden sie hierher gebracht. Man konnte alle möglichen Größen sehen, sie lagen aber wie versteinert herum. Das Problem ist wohl nur, dass die hier aufgezogenen Krokodile nach der Auswilderung flussabwärts nach Indien schwimmen und Nepal so davon relativ wenig hat…

Auf dem Rückweg haben wir einen Lippenbären mit zwei Jungen auf dem Rücken im Gebüsch gesehen und kurz danach haben wir den Schrei eines Tigers gehört. Leider hat er sich nicht gezeigt.

Dafür hat sich plötzlich vor uns einer der hier lebenden wilden Elefanten mitten auf der Straße gezeigt und er war riesig!!! Unser Ranger hat die Krise gekriegt, denn den Elefanten kannte er. Er heißt Ronaldo und muss ein sehr gefährlicher Elefant sein. Er hat wohl schon einen Touristen getötet. Wir haben den Rückwärtsgang eingelegt und haben das Weite gesucht. Gott sei Dank hatte er uns noch nicht bemerkt und ist in den Wald abgebogen. Wir haben alle tief durchgeatmet…

Um 18.30 Uhr waren wir fix und fertig wieder im Hotel und hatten uns unser tägliches Everest so was von verdient…