2020 Norwegen

Tag des Wassers

Heute morgen hat immer noch der Regen auf unser Dach geprasselt. Anscheinend ist unser Glück mit dem guten Wetter im Urlaub dieses Mal daheim geblieben… Meine Stimmung war daher nicht die beste… Trotz des Regens sind wir aufgebrochen, heute standen Wasserfälle auf dem Programm. Andi hat mich zuerst zu den Langfossen gelotst. Durch viele Tunnel ging es bergauf und -ab. Das Tal wurde immer enger und abseits der Straße waren immer mehr Wasserfälle, die ihre Massen ins Tal beförderten. Ein bisschen haben wir uns wie in Patagonien gefühlt. Und dann hat man an der Gischt in der Luft erkennen können, dass da was Großes kommt. Der Langfossen stürzt direkt hinter der Straße hinab und man fährt direkt durch die Gischt.Genau als wir angekommen sind, hat es aufgehört zu regnen, dafür waren wir durch die Gischt nass. Andi war ganz mutig und ist mitten rein gelaufen, um Videoaufnahmen mit dem Handy zu machen. Er musste sich danach einmal komplett umziehen, weil er bis auf die Haut durchnässt war. Ein Stück ging es die Straße wieder zurück, bevor wir zu den nächsten Wasserfällen abgebogen sind: den Latefossen. Leider haben wir von denen nur die Gischt wahrgenommen, da auf dem Parkplatz gerade Chaos war und der Durchgangsverkehr weiter wollte. Drehen war auf den nächsten 10 km nicht möglich und so sind die ins Wasser gefallen. Entlang des Sorfjords ging es durch traumhafte Landschaft. Gott sei Dank hat sich doch ab und zu die Sonne blicken lassen und so konnten wir links am anderen Ufer Gletscher bestaunen, während unten drunter Obst angebaut wurde.War irgendwie komisch, so dicht beieinander. Am Straßenrand konnte man alle Arten von Obst kaufen, das gerade geerntet wurde.Die Straße wurde entlang des Ufers wieder schmaler und die Anzahl der Tunnel hat wieder zugenommen. Auf der linken Seite tauchte irgendwann eine riesige Hängebrücke über den Eidfjord auf.Auf und von der Brücke kam man nur durch Tunnel und hier haben wir unseren ersten Kreisel im Berg im Tunnel erlebt.Unglaublich, was die hier für Straßen bauen. Das ganze wurde kurz danach noch übertrumpft, als wir im Berg bergauf eine 8 gefahren sind und noch andere Gebilde.Manche Straßen kosten hier Maut, was angesichts dieser Meisterleistungen auch echt kein Wunder ist. Die Maut wird wohl aber immer nur so lange verlangt, bis die Baumassnahme bezahlt ist. Sie und Fährfahrten werden hier auch nicht einzeln gezahlt, sondern das Kennzeichen wird erfasst und man bekommt dann irgendwann eine Rechnung. Bin mal gespannt, wie viel das dann sein wird. Die vielen Tunnel haben uns gegen Abend an unserem Tagesziel ausgespuckt: den Voringfossen. Wir hätten es nicht besser timen können, denn es kam tatsächlich die Sonne raus. Und die war ob der Schönheit der Wasserfälle auch mehr als angebracht!!!183 m fallen sie ins Tal, eine abenteuerliche Brücke führt hinüber und die Blicke sind einfach unbeschreiblich. Im Hintergrund die schneebedeckten Berge und Wasser ohne Ende!!!Wir konnten uns gar nicht satt sehen uns waren so dankbar für diesen tollen Tagesabschluss.Der Hunger hat uns irgendwann zurück und zu einem 5 km entfernten Campingplatz direkt am Wasser geführt. Andi hat den Strom angeschlossen und ich die Pfanne heiß gemacht. Und so war der Tag ob der nicht vorhandenen Erwartung zum Schluss echt toll. Der Regen kann aber trotzdem bald mal die Fliege machen. Eigentlich wollten wir von hier aus weiter nach Bergen. Da sind die nächsten Tage aber auch nur Regen gemeldet, daher werden wir wahrscheinlich mehr in Richtung Osten fahren, da ist es besser gemeldet.