Heute früh war es beim Aufwachen total warm im Womo. Die erste Hoffnung auf Sonne hatte sich erledigt, nachdem die Ohrenstopfen draußen waren, denn Regen hat aufs Dach geprasselt – Überraschung! Der zweite Gedanke: was rauscht hier so? Nachdem wir die letzten Vormittage Probleme hatten, die Heizung zum Laufen zu bringen, ist die heute wer weiß wann alleine angesprungen und hat es auf kuschelige 22 Grad geheizt. Die Heizung, ihre eingebaute Zeitschaltuhr und wir – wir werden wohl keine besten Freunde mehr… Ein Blick auf den Wetterbericht hat gezeigt, dass der Vormittag wohl so verregnet bleibt und so haben wir einfach rumgeschlunzt. Gegen Mittag sind wir gen Langesund, unserer Endstation, aufgebrochen. Einfach auch aus dem Grund, weil die Akkus und das Wasser leer waren. Außerdem sollte in Langesund das Wetter schneller schön werden… Also haben wir unser dreckiges Geschirr in eine Tüte verpackt und unter der Bettdecke versteckt, damit es nicht in jeder Kurve rum fliegt. In Langesund angekommen, hat gerade das Schiff abgelegt, mit dem wir morgen nach Dänemark zurück fahren.

Eigentlich wären wir heute von Kristiansund wieder zurück gefahren, die Verbindung ist aber mittlerweile komplett eingestellt. Daher wurden wir auf Langesund einen Tag später umgebucht. Das Schiff hier ist auch deutlich größer als der Katamaran, mit dem wir hergekommen sind. Wahrscheinlich wusste Fjordline schon vor Wochen, dass ab heute keine deutschen Touristen wegen Corona mehr kommen… Langesund ist ein hübsches kleines Örtchen und wir haben nach einem Bummel etwas zu Mittag gegessen.

Hier gibt es auch einen Stellplatz direkt am Wasser, allerdings nur sehr klein und wieder ohne Strom und Wasser. Für unseren letzten Tag wollten wir darauf nicht verzichten und so sind wir ein paar Kilometer weiter auf einen richtigen Campingplatz gefahren. Die Sonne hat mittlerweile richtig geschienen, wir konnten unsere kurzen Hosen wieder raus holen und wir haben das Wetter einfach nur genossen…

Wir wären aber ja nicht wir, wenn wir nach 10 Minuten in der Sonne sitzen nicht überlegt hätten, die Räder auszupacken und noch etwas die Gegend zu erkunden. Also Räder raus und los ging es. Die Küste hier ist total schön, aber nur sehr schwer zugänglich und so haben wir mehrfach vergeblich versucht, so richtig ans Ufer zu kommen. Einmal haben wir einen kleinen Strand gefunden, der schien aber zu einer privaten Anlage zu gehören.

Nach einer Stunde sind wir zurück und zu Fuß weiter.

Hinter dem Campingplatz ist eine hohe Klippe und da sind wir hoch geklettert und hatten zum Tagesende noch einen tollen Ausblick.


Norwegen verabschiedet sich so sonnig und sympatisch wie es uns begrüßt hat…

