2021 Schweden

Stockholm

Heute früh haben wir unseren Golfplatz, auf dem wir genächtigt haben, wieder verlassen und sind gen Stockholm aufgebrochen. Wir hatten gestern alle möglichen Portale durchforstet und nach einem Stellplatz gesucht. Es gibt richtig krasse Plätze, unter der Autobahn für 250 Wohnmobile. Da hatten wir irgendwie keine Lust drauf. In einem Portal habe ich einen kleinen Platz 9 km außerhalb der Stadt gefunden und den haben wir angesteuert. Als wir hin kamen, haben wir echt gehofft, dass noch ein Platz frei ist, denn er lag schön am Wasser in einer total ruhigen Gegend. Eine Österreicherin hat vor uns gewartet und wir haben festgestellt, dass die Rezeption erst ab 11 Uhr besetzt ist. Es war kurz nach 10 Uhr und so haben wir gewartet. Ein deutsches Paar kam noch dazu und wir haben gemeinsam sehr nett die Zeit überbrückt. Währenddessen kamen immer mehr Camper und wir haben gebibbert, ob das klappt mit dem Platz. Irgendwann kam eine Dame, hat uns darüber aufgeklärt, dass der Angestellte nicht gekommen sei und sie sich erstmal einen Überblick verschaffen müsse und wer denn alles reserviert habe. Einige Hände hinter uns gingen hoch und meine Hoffnung auf einen Platz schwanden. Nachdem die reservierten Plätze vergeben waren, hat die Dame uns verzweifelt angeschaut und meinte, sie müsse sich mal einen Überblick verschaffen, was noch ginge. 10 Minuten später hat die Österreicherin einen Platz bekommen und danach wir, genau wie das andere Paar – juhuhhh. Wir haben eingeparkt, unsere Räder ausgepackt und ab ging es in die Stadt.

Direkt am Ufer entlang sind wir auf Radwegen in die Stadt gefahren und haben schon ständig Fotostops eingelegt, weil es so schön war.

Und dann sind wir in die Innenstadt gekommen und waren noch mehr begeistert.

Stockholm ist einfach nur ein Traum. Überall Wasser, Brücken, tolle Gebäude, super gepflegt – einfach nur schön.

Wir sind kreuz und quer durch die Gegend gefahren und unsere Kameras sind heiß gelaufen. Aufgrund der Entfernungen in der Stadt haben sich die Räder auch mal wieder richtig gelohnt.

Und auch mit dem Wetter hatten wir mal wieder richtig Glück, strahlend blauer Himmel und 28 Grad. Die Sonne haben wir aber nach ein paar Stunden auch ordentlich gemerkt und so haben wir an einem schattigen Plätzchen erstmal eine Pause gemacht.

Anschließend sind wir weiter zum Vasa Museum, das wir uns aber nur von außen angeschaut haben. Am späten Nachmittag waren wir nur noch platt und haben beschlossen zurück zu fahren.

Und Fahrradfahren geht hier echt gut, denn fast jede Autostraße hat parallel auch eine Fahrradstraße. Allerdings muss man höllisch aufpassen, denn unzählige E-Scooter fahren kreuz und quer durch die Gegend und halten sich an gar keine Regeln. Außerdem lagen 2 Kreuzfahrtschiffe im Hafen und die Passagiere rannten auch planlos herum. Zurück am Campingplatz waren wir total aufgeheizt und Andi! meinte, er ziehe jetzt die Badehose an und gehe schwimmen. Jeder, der ihn kennt weiß, dass er nicht gerade die Wasserratte ist und ich konnte es auch kaum glauben. Aber ehe ich bis 3 zählen konnte war er umgezogen und auf dem Weg zu dem kleinen Strand, der hier direkt ist.

Und das kühle Naß hat so gut getan!!! Völlig erfrischt haben wir dann unsere Markise raus gefahren und es uns den Rest des Abends gemütlich gemacht.

Natürlich war das nur der Plan, denn in Wirklichkeit hat es uns nach ein paar Minuten am Platz ans Meer gezogen und so sind wir noch ein paar Meter am Ufer entlang gegangen – und es war sooo schön.

Die Schweden wissen wirklich ihre tolle Natur zu schätzen und sind bei dem Wetter gefühlt alle draußen.