2021 Schweden

Uppsala und Schloß Gripsholm

Nach dem Frühstück sind wir heute mit den Rädern in die Stadt gefahren. Diese war am Sonntag vormittag wie ausgestorben und das fanden wir toll.

Uppsala ist eine Studentenstadt und aufgrund der Ferien ist hier wahrscheinlich auch weniger als sonst los. Entlang des Flusses, der leider nicht Upps heißt, sondern Fyrisan, ging es auf Radwegen die kurze Strecke in die Stadt.

Um 10 Uhr waren schon 25 Grad und stahlblauer Himmel. Der Wind auf dem Fahrrad hat echt gut getan. Der kleine Fluss führt einen direkt ins hübsche Zentrum, das wir uns ausgiebig angeschaut haben.

An dem Gebäude der Universität war ein Hinweis auf Anders Celsius und tatsächlich stammt der Erfinder der Celsius Skala hier aus Uppsala.

Vom Schloss aus hatte man einen tollen Blick auf den Schlossgarten. Auch hier ist – ähnlich wie in Stockholm – an jeder möglichen Stelle ein Zugang zum Wasser zum Baden im Fluss geschaffen. Und die werden auch ausgiebig genutzt.

Zurück am Campingplatz haben wir eine Kleinigkeit gegessen, unser Abwasser abgelassen und Frischwasser getankt und weiter ging es. Wir werden ab hier langsam wieder gen Süden fahren, da unser Urlaub ja leider nur endlich ist. Unser nächstes Ziel war eines der 11 Königsschlösser in Schweden, das Schloss Gripsholm.

Und es war ein wirklich tolles Schloss. Wir sind einmal drum herum gelaufen und haben den Schlossgarten bewundert, der direkt am Wasser lag.

Wie alles in Schweden war auch hier wieder alles super gepflegt und in Schuss.

Weiter ging es in Richtung Örebro. Und hier müssen wir mal was zum Thema Autofahren in Schweden loslassen. Man kommt sich hier teilweise wirklich wie in den USA vor. Breite Straßen, max. 120 kmh auf den Autobahnen, auf den Landstraßen fährt man 80 oder 90 kmh. Gefühlt alle 5 km ist eine Blitze aufgebaut und keiner fährt schneller als erlaubt. Und es ist total entspannt. Alle paar Kilometer kommt eine Überholspur, oft überholt aber niemand, da die Leute echt gechillt sind. In Örebro angekommen, sind wir zu einem Parkplatz direkt an einem See gefahren, wo man 24 Stunden kostenlos stehen kann. Den Tipp hatten wir von der App „Park 4 night“, allerdings muss man sich vom Gedanken verabschieden, dass man in der Hauptsaison irgendwo einen Platz alleine findet. Hier waren wir bei Ankunft das 3. Wohnmobil, es kamen aber immer mehr dazu. Und dann hat eine Großfamilie am See neben uns eine Party gestartet und wir haben uns wie in der Türkei gefühlt, da uns die lautstarke Musik daran erinnert hat. Ich habe vorsichtshalber mal 200 m weiter einen anderen Platz gecheckt, wohin wir notfalls flüchten können, falls es hier zu wild wird. Wir haben uns ein gin tonic genommen und sind zum Kanal nebenan gelaufen. Hier war es total schön.