Heute früh haben wir schweren Herzens zusammen gepackt. Andi hätte hier wahrscheinlich die kompletten 8 Wochen bleiben können, aber „wir“ wollen weiter🙃. Unser nächstes Ziel heißt Porec, wohin wir ca. 40 Minuten unterwegs waren. Wir hatten von einem großen Parkplatz mitten in der Stadt gelesen. Als wir dorthin wollten, standen wir vor einem Schild, dass die Durchfahrt für Womos gesperrt ist. Den Parkplatz gibt es nicht mehr, er ist total zugewuchert. Gegenüber des Kreisels haben wir große freie Flächen vor einer Halle entdeckt und uns dort einfach hingestellt. Einen Parkautomaten haben wir nirgends entdeckt, umso besser. Zu Fuß ging es die paar Minuten in das kleine hübsche Städtchen.

Man sieht die alten Stadtmauern und mitten durch geht eine schöne alte Gasse mit vielen Geschäften.

Die Region ist bekannt für sein gutes Olivenöl und für Trüffel. Die Produkte gab es dann auch überall zu kaufen. Wir haben uns in einer Bäckerei das nächste typische Gericht geholt, nämlich Börek gefüllt mit Spinat und Schafskäse – sehr lecker! Zurück am Parkplatz haben wir beschlossen, unseren Plan für heute schon zu ändern. Eigentlich wollten wir nach Rovinj fahren, es anschauen und abends weiter nach Pula, um dort zu übernachten. Tatsächlich fanden wir Porec bei 25 Grad schon anstrengend und so sind wir in Rovinj auf einen Campingplatz und haben erstmal eine kleine Siesta gemacht. Der Platz hier liegt fußläufig zur Stadt, aber auch direkt an einer Straße, daher werden wir wohl eine Nacht und nicht länger bleiben. Dies ist der 2. Platz, den wir in Kroatien aufsuchen und es ist überall noch recht viel Platz frei. Am späten Nachmittag sind wir dann zu Fuß in die Stadt aufgebrochen.

Sie wurde uns vorher wärmstens empfohlen und wir waren echt begeistert! Von weitem sieht man schon den Hügel, auf dessen Spitze der Kirchturm hervor sticht. Im Hafen waren bei den sommerlichen Temperaturen die Restaurants gut besucht.

Wir sind zuerst durch die engen gepflasterten Gassen auf den Berg zu der Kirche gelaufen und unsere Kameras sind heiß gelaufen.

Kleine Kunstgeschäfte säumen den Weg und es war schön zu sehen, dass es keine Billigware aus China war, sondern wirklich von den Künstlern vor Ort. Außerdem war es echt angenehm, dass hier noch keine Saison ist und kaum Touristen unterwegs sind. In den Sommermonaten ist hier bestimmt eine Menge mehr los.

Wir sind gemütlich durch die Gassen geschlendert und haben anschließend etwas gegessen.

Am Hafen hatten wir zuvor beobachtet, wie von einem Boot riesige Thunfische mit einem Kran in einen Kühl-LKW gehoben wurden und da wusste Andi schon, was er will. Ich habe den Trüffel aus der Region probiert.

Nach dem Essen sind wir bei Sonnenuntergang gemütlich am Ufer zurück zum Campingplatz gelaufen und haben den Abend ausklingen lassen.

Es war die richtige Entscheidung, nicht noch weiter zu fahren. Schließlich wollen wir ja langsam reisen und da sind 2 Städte an einem Tag mehr als genug…

