2022 Balkan · Kroatien

Über Krk zurück aufs Festland

Heute wollten wir weiterziehen und hatten uns für die Fähre um 13 Uhr auf die Insel Krk entschieden. Irgendwie waren wir aber beide früher wach und so haben wir zusammen geräumt und sind losgezogen, um die 11.30 Uhr Fähre zu erwischen. Wir haben noch Grauwasser abgelassen, bezahlt und sind losgefahren. Eigentlich mit richtig viel Zeitpuffer… Die Baustellen hatten heute keinen Ampelbetrieb und so haben sich beide Richtungen versucht, durch zu quetschen. Hat so semi gut funktioniert. Unterwegs kamen uns noch weitere Mobile Homes für unseren Campingplatz entgegen.

Ja, und dann war der wohl langsamste Audi Fahrer vor uns, den es in Kroatien gibt und wir haben auf dem Navi die Ankunftszeit sich hoch rechnen sehen. Als wir an der Fähre angekommen sind, hat sie genau in dem Moment abgelegt.

Das war wie kurz vorm Klo in die Hose machen… Na ja, was solls, wir haben ja Urlaub und haben die Zeit ganz pragmatisch zum Putzen genutzt. Bad sauber gemacht, Handtücher getauscht, durchgesaugt und noch etwas gegessen – und schon war die Fähre wieder da. Um Punkt 13 Uhr haben wir abgelegt und haben vom Schiff aus zugesehen, wie der nächste eine Minute zu spät den Berg herunter gerast kam.

Ca 30 Minuten später sind wir auf Krk angekommen und haben erstmal alle an uns vorbei gelassen, da wir ja nicht rasen wollen. Grundsätzlich war hier aber relativ viel Verkehr, so dass wir kurz danach doch wieder andere Fahrzeuge hinter uns hatten. Auf Krk haben wir uns nicht aufgehalten, da wir vor ein paar Jahren hier in der Nähe im Urlaub waren und die Insel damals schon erkundet hatten. Und so sind wir über die große Brücke zurück auf das Festland und gen Süden abgebogen. Anfangs war auf der Uferstraße noch viel Verkehr, aber hinter Zengg war überhaupt nichts mehr los. Wir haben in Zengg einmal an der tollen Burg gehalten und getankt.

Tanken ist in Kroatien auch ein interessantes Thema. Seit wir hier sind kostet der Liter Diesel am jeder Tankstelle 13,28 Kuna. Nirgends mehr oder weniger. Ist echt entspannter als bei uns mit den vielen Preisen je nach Tageszeit und Tankstelle… Die Uferstraße war auf den folgenden Kilometern traumhaft schön. Mal führte sie direkt am Wasser entlang, mal wurde man in die Berge geführt, wo man sich schon fast wie in den Winnetou Filmen gefühlt hat. Parallel im Meer lag die Insel Pag, die auf der sichtbaren Seite sehr karg war.

Vor uns wurde es kurz vor unserem Ziel richtig schwarz am Himmel und ein Unwetter kam auf uns zu. Dicke Tropfen, Blitz und Donner gingen los. Die Temperatur ging von 27 Grad auf 19 Grad zurück. Gott sei Dank lag unser angepeilter Campingplatz und Tagesziel direkt am Rand von dem Gebiet. Wir haben einen tollen Platz am Wasser bekommen und sind erstmal ins Restaurant, um etwas zu essen. Wir waren heute definitiv zu lang unterwegs. Bei dem Tempo sind wir in 2 Wochen in China… Unser Campingplatz liegt direkt vor den Toren des Nationalparks Paklenica, in dem viele Szenen der Winnetou Filme gedreht wurden. Morgen wollen wir in den Park und sind total gespannt. Aber erstmal haben wir mal wieder den tollen Sonnenuntergang genossen…