Vor unserer Reise habe ich zwei Fragen immer wieder gehört. Die Erste: seid ihr euch sicher, dass ihr in der jetzigen Situation in solche (gefährlichen) Länder fahren wollt? Und die Zweite: wie viel Wäsche nimmt man denn für eine so lange Zeit mit? Meine Antwort auf die erste Frage: ja, denn die Länder sind nicht gefährlicher als andere Länder. Und die Antwort auf die zweite Frage: man kann nicht für 8 Wochen Klamotten, Handtücher und Bettwäsche einpacken. Daher war heute Waschtag und ich habe ein paar Maschinen hier am Campingplatz angeworfen. Praktischerweise gab es auch Trockner für die Handtücher und einen dicken Baum, um den ich die Wäscheleine binden konnte, so daß wir wieder genügend frische Wäsche haben.

Es war die absolut richtige Entscheidung gestern, wieder hier ans Meer zu fahren. Hier geht immer ein kühles Lüftchen und es ist total schön, die vorbei fahrenden Schiffe zu beobachten. Andi hat den Vormittag genutzt, seine ganze Kameraausrüstung wieder in Ordnung zu bringen und die Bilder des gestrigen Tages zu sichten. Und da sind echt tolle dabei! Und was auch richtig klasse ist: hier ist der Pool in Betrieb, so dass man immer mal in das gar nicht mehr so kühle Naß springen kann.

Die Gegend hier um den Campingplatz ist echt schön. Keine klassische Urlaubsgegend, sondern eher ein Dorf direkt am Meer.

Wir haben die letzten Tage festgestellt, dass es am angenehmsten ist, erst am späten Nachmittag Unternehmungen zu machen, da es dann nicht mehr so warm ist. Da von unserem Platz ein Wassertaxi alle 2 Stunden zur Stadt Trogir fährt, haben wir das um 17.10 Uhr genommen.

Gemächlich sind wir über das aufgewühlte Wasser geschaukelt und sind nach ca 30 Minuten direkt am Quai der Mittelalterstadt raus gelassen worden.

Trogir ist eine der wenigen kroatischen Städte, wo der alte Kern noch komplett erhalten ist. Die Stadt hat als Drehort für Szenen aus „Game of Thrones“ gedient und man kann es sich richtig vorstellen.

Durch das Stadttor kommt man in enge verwinkelte Gassen, die Trittsteine sind durch die vielen Menschen total glatt gelaufen und jede Ecke dient einfach zum Anhalten und Schauen.

Eine so stimmige alte Stadt haben wir noch nie gesehen – einfach wunderschön!

In einem Restaurant am Hafen haben wir zu Abend gegessen und haben dann um 20 Uhr das letzte Wassertaxi zurück genommen.

Der Wind hat nachgelassen und so war das Meer spiegelglatt. Durch den Sonnenuntergang waren die Wolken alle rosa gefärbt, total kitschig!
