Wow, was ein Tag. Andi ist heute freiwillig um 7.30 Uhr aufgestanden und hat mich erwartungsvoll angeschaut, ob ich nicht auch endlich aufstehen will. Für heute hat er das Programm erstellt und wir werden uns an Drehorte seiner Lieblingsserie „Game of Thrones “ anschauen. Dafür hat er gestern das Internet durchsucht und die genauen Stellen heraus gesucht. Das erste Ziel war das Kastell Gomilica, das direkt am Meer liegt. Wir haben an der Marina geparkt und sind die paar Meter am Meer entlang zu dem Kastell gelaufen – und man hat sich innerhalb von Sekunden in eine andere Zeit versetzt gefühlt.


Wunderschön lag das Kastell am Wasser. Über eine Brücke ging es in den Innenhof. Tatsächlich wohnen in all den alten kleinen Steinhäusern noch Menschen bzw. es sind Ferienwohnungen, die sich nach der Serie bestimmt doppelt so gut vermieten lassen…

Und hier wurde im Innenhof dann auch eine der Szenen mit Arya gedreht…

Weiter ging es in den Norden von Split, nach Klis. Dort steht die riesige Festung Klis, die auch eine bedeutende Rolle in der Serie gespielt hat. Ich habe die Serie nie gesehen, war aber von der Festung absolut fasziniert.

Sie gilt als das Tor nach Dalmatien und die Lage am Berg oberhalb von Split war ein Traum und vermutlich wurden viele Teile der Festung in den letzten Jahren erst neu aufgebaut, da die Steine teilweise neu aussahen.

Erbaut wurde die Festung nämlich wohl um 200 vor Christus.

Wir haben über eine Stunde jede Ecke erkundet und es hat einfach nur Spaß gemacht.

Die Recherche von Andi gestern hat sich absolut gelohnt!

Wir haben nach Split dann die Autobahn genommen, die hat man nämlich von der Festung aus sehr gut gesehen, also hat man von der Autobahn aus auch die Festung sehr gut gesehen. Ja, und dann ging es noch weiter nach Split. Eigentlich wollten wir in Klis noch etwas essen, aber die hatten nichts für uns, erst abends. Also gab’s im Camper ne Stulle und ein Stück Ahle Worscht und weiter ging es.

In Split hatte ich einen Parkplatz direkt am Hafen rausgesucht, wo man mit einem 7,20 m Gefährt auch parken kann. Hat zwar 30 Kuna pro Stunde gekostet, dafür war es zentral ohne Ende.

Eigentlich hatte ich die letzten Tage überlegt, Split ausfallen zu lassen, da ich irgendwie keine Lust auf schon wieder eine Stadt hatte – und ich bin so froh, dass wir hingefahren sind.

Split ist die zweitgrößte Stadt Kroatiens und ein richtig cooler Kontrast zwischen sehr alt und modern. Die Stadt liegt hinter der Stadtmauer, zwischen Meer und der Mauer liegt die Promenade Riva, die echt toll ist mit vielen Restaurants vor der Kulisse der Stadtmauer. Innerhalb der Mauern liegt der Diokletianpalast, der komplett mit riesigen Katakomben unterkellert ist.

Wir haben diese besichtigt und sie sind echt faszinierend. Riesige Gewölbekeller mit ganz vielen Gängen verbunden, man kann echt die Orientierung verlieren.

Nachdem wir kreuz und quer durch die Stadt gelaufen sind, hat sich der Magen gemeldet und wir haben am Hafen etwas gegessen.

Anschließend sind wir die über 150 Stufen auf den Turm der Kathedrale gestiegen und die hatten es echt in sich. Die ersten 60 Stufen waren total schmal und eine Stufe hatte die Höhe von 2 Stufen. Oben angekommen, wurden wir mit einem tollen Panorama über die Stadt belohnt. Auch dieser Turm hat nicht den Eindruck gemacht, schon richtig alt zu sein, sondern eher in den letzten Jahren restauriert worden zu sein. Was heute krass war, war das Thema Menschen. Hier lagen 2 Kreuzfahrtschiffe im Hafen und so waren massenhaft Leute unterwegs mit Stadtführern. Man musste Glück haben, mal eine ruhige Ecke zu finden. Gott sei Dank sind die beiden Schiffe am späten Nachmittag abgefahren, so dass es dann etwas ruhiger wurde.

Nachdem wir einige tolle Stellen nochmal abgelaufen sind, hat es aber auch uns gereicht und so sind wir zurück zum Parkplatz.

Wir hätten hier auch übernachten können, aber wir standen direkt neben den Bahngleisen, das musste nicht sein. Also haben wir Split verlassen und sind noch ca. 40 Minuten gen Süden bis kurz vor Omis gefahren, wo wir wieder einen Platz direkt am Meer haben. Als wir angekommen sind, war die Sonne schon hinter dem Berg verschwunden, daher wissen wir noch nicht, ob wir in der prallen Sonne stehen, aber das merken wir wohl morgen. Die letzten Tage ging auch immer ein gutes Lüftchen, vielleicht ist es ja in Ordnung.
