Als wir heute morgen aus dem Camper gestiegen sind, waren wir in total gelbe Wolken gehüllt. Wir sind hier in einem Fichtenwald und jeder Windzug bewirkt, dass massenhaft Blütenstaub aus den Bäumen geweht wird. Solche gelben Wolken haben wir noch nie gesehen… Alles, was ein paar Sekunden irgendwo lag, war anschließend gelb. Total krass… Gott sei Dank scheint Andi dagegen nicht allergisch zu reagieren. Beim Frühstück haben wir die Reste der weltbesten Erdbeermarmelade von Andis Oma aus dem Glas gekratzt. Hoffentlich gibt’s daheim Nachschub🙃.

Unser Campingmensch hat uns gesagt, dass direkt hinter dem Platz ein kurzer Weg zum Schwarzen See startet, einem der Highlights hier im Park. Da direkt hinter uns wirklich ein breiter Weg in den Wald führte mit einer Markierung, sind wir ihm gefolgt. Nach kurzer Zeit waren keine Fahrspuren mehr, sondern nur noch auf dem Waldboden eine Art Weg erkennbar. Da dort Markierungen waren, sind wir ihm gefolgt. Ja, und dann wurde der Weg immer unwegsamer, fahren war gar nicht mehr möglich, da es nur noch über Wurzeln und große Steine ging. Und dann kam auf den „Weg“ noch eine Quelle dazu, also Matsch. Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir an dem See angekommen.

Ich hatte im Internet gelesen, dass ein Weg um den See führt, den man auch mit dem Fahrrad fahren kann. Kann man nicht!!! Die Wege sind teilweise überschwemmt, es geht ebenfalls über Stock und Stein und irgendwann sollten wir durch einen Wasserfall. Das war dann der Zeitpunkt zum Umkehren.

Da wir nicht wieder den Waldweg hoch wollten, den wir uns runter gekämpft haben, sondern zu dem Hauptstartpunkt, sind wir dem Uferweg gefolgt – und standen wieder vor einem überschwemmten Weg. Da die Alternative – steil am Berg durchs Gebüsch – mit den Rädern keine war, haben wir kurzerhand die Schuhe ausgezogen und sind durchs Wasser gelaufen. Das Wasser war eisig kalt, aber ne lustige Abwechslung.

Irgendwie können wir keine normalen Ausflüge machen, wie alle anderen. Immer landen wir auf Wegen, die nicht für das gemacht sind, was wir denken. Irgendwann sind wir am offiziellen Eingang an einem Restaurant angekommen und sind nach einem leckeren Bier mit den Rädern durch den Ort Zabljak zurück zum Campingplatz geradelt. Morgen werden wir doch weiter reisen. Von den Straßen aus kann man die unglaubliche Landschaft noch besser genießen, als wenn man Fahrräder durch den Wald trägt…

