Heute früh wollten wir weiter. Der Platz hier war zwar okay aber doch sehr eng und man hat gefühlt auf dem Gehweg zum Klo geschlafen. Also sind wir auf der albanischen Seite entlang des Ohridsees gefahren. Weiter sollte es eigentlich nach Griechenland zu den Felsenklöstern von Meteora gehen, aber wir sind hier auch direkt an der Grenze zu Nordmazedonien und hinter der Grenze liegt das in jedem Reiseführer empfohlene Kloster St. Naum. Also haben wir beschlossen zu schauen, wie viel an dem Grenzübertritt los ist. Eine immer schmaler werdende Straße hat zur Grenze geführt und wir waren tatsächlich das einzige Auto. Und den Grenzbeamten war langweilig. Also haben sie uns erstmal ein paar Fragen zu unserem Saisonkennzeichen und dem türkischen Halbmond hinter dem Fordzeichen gestellt.

Andi hat Ihnen erklärt, dass es das Zeichen für Challenger, unseren Hersteller ist und nicht für die Türkei. Das fanden sie logisch und haben dann unsere Papiere geprüft. Hier wollten sie auch das erste Mal unsere Versicherungsunterlagen sehen, um die Bestätigung zu bekommen, dass wir auch versichert sind. Andi hat gefragt, ob wir einen Einreisestempel haben dürfen und der Beamte hat uns angegrinst und uns die Stempel in den Pass gemacht. Dann sind wir zu dem Kloster St. Naum, das kurz hinter der Grenze liegt, gefahren. Und der Abstecher hat sich echt gelohnt.

Das Kloster liegt direkt am See und ist echt richtig idyllisch. Von hier aus mündet auch der Zufluss in den Ohridsee, man kann lauter Bootsfahrten unternehmen, um die unterirdischen Quellen zu sehen.

Das haben wir aber nicht getan, sondern wir haben uns nur das Kloster angeschaut.

Anschließend sind wir zurück zur Grenze und dieses Mal ging die Einreise zurück nach Albanien ganz schnell. Dann ging es weiter nach Griechenland und das Navi hat uns von der Hauptroute auf eine Nebenroute geführt, die landschaftlich traumhaft schön war. Schäfer haben ihre Herden durch die Gegend getrieben, man hat die ganzen Felder gesehen und Bauern, die mit der Sense Heu gemacht haben.

Unglaublich, was hier noch Handarbeit gefragt ist. Pferde haben die Karren durch die Gegend gezogen und die Leute waren total freundlich. Wenn man ihnen gewunken hat, haben sie lachend zurück gewunken. Irgendwann sind wir wieder auf der Hauptroute gelandet, wo aber auch nicht viel Verkehr war. Und dann kamen wir zur Grenze nach Griechenland. Hier war auch nicht viel los und wir waren schnell eingereist. Und dann haben wir gemerkt – Herzlich Willkommen in der EU. Eine fette breite Autobahn, auf der wir fast komplett alleine waren, hat gen Süden bergab geführt.

Nach einigen Kilometern mussten wir 3,50 Euro zahlen und dann ging es weiter. Innerhalb von 50 km gab es nicht eine Tankstelle und keinen Parkplatz und wir sind einfach nur durch grandiose Landschaft bergab gerollt. Dann ging es auf die nächste Autobahn und auch die war so leer. Auch später, auf einer super ausgebauten Landstraße, waren wir fast alleine und die Straße ging durch tolle Landschaft. 22 km vor unserem Ziel Meteora habe ich mich gefragt, wann sich die Landschaft ändert und kurz vor unserem Ziel kamen die hohen nackten Felsen zum Vorschein. Aber die Bilder davon gibt es erst morgen. Wir sind auf den Campingplatz und direkt danach ins Restaurant, da wir noch nicht wirklich etwas gegessen hatten. Dort gab es leckeren Grillteller und 0,5 Liter Wein, der mich total umgehauen hat. Andi hat mir Gott sei Dank etwas geholfen.

Nach dem Essen wurde es richtig windig und so haben wir es uns bei angenehmen Temperaturen gemütlich gemacht.
