2022 Balkan · Albanien

Auf der Flucht vorm Unwetter…

Wow, war das gestern und heute Nacht ein heftiges Unwetter!!! Es hat in einer Tour geblitzt, gedonnert und geschüttet ohne Ende. Wir müssen/ sollen mit unserem Camper jährlich einen Dichtigkeitstest machen. Ich würde sagen, den haben wir heute Nacht gratis bestanden… Heute früh haben wir dann hin und her überlegt, was wir tun. Noch eine Nacht hier bleiben, das schlechte Wetter aussitzen, in einer eventuellen Regenpause Gjirokaster anschauen oder weiter fahren? Die Stadt liegt an einem Hang und war komplett in Wolken gehüllt. Es fing wieder an zu regnen und der Donner wurde lauter. Wir wollten eigentlich die Stadt anschauen, dann über „das blaue Auge“ an die Küste fahren zur albanischen Riviera. Tatsächlich war dort auch für heute schon besseres Wetter gemeldet. Also haben wir beschlossen, ohne die Stadt zu besichtigen weiter zu fahren.

Und so sind wir über unzählige Serpentinen hinauf in die Berge gefahren. Und unterwegs haben wir gesehen, was das Unwetter alles angestellt hat. Felsbrocken waren auf der Straße, Schlamm sowieso. Die Bäche waren komplett mit Wasser geflutet. Unglaublich. In den Bergen ging es irgendwann rechts ab, zu einer Quelle, die unterirdisch entsteht und wunderschön blau leuchtet und daher das blaue Auge genannt wird. Da wirklich ein bisschen die Sonne raus kam, wollten wir es zumindest mal angeschaut haben. Kurz vor der Abzweigung war die Straße letzte Nacht anscheinend komplett überflutet.

Und direkt nach der Abzweigung waren Arbeiter dabei, die nagelneue Straße von den mitgerissenen Bäumen zu befreien. Uns kam ein Einheimischer entgegen, der uns Zeichen gemacht hat, umzudrehen. Danach war ein kleiner Schweizer Camper und die haben gesagt, wir sollen zurück, man könne weiter hinten nicht wenden. Also hat Andi den Rückwärtsgang eingelegt und wir sind zurück zur Hauptstraße. Ein paar Kilometer weiter konnten wir die Wassermassen in Form von brauner Brühe direkt neben der Straße sehen und wahrscheinlich wäre auch das blaue Auge heute braun gewesen.

Dann sind wir wieder an der Küste gelandet und haben uns einen Campingplatz gesucht und auch einen richtig Schönen gefunden.

Nachmittags hat es abwechselnd leicht geregnet, ab und zu kam aber auch die Sonne raus und wir waren froh, dass wir aus der Gewitterzone weg sind. Wenn man sich überlegt, dass wir hier vor einer Woche der Hitze versucht haben zu entkommen und jetzt ist so ein Wetter mit 15 Grad. Schon sehr krass…