2022 Balkan · Albanien

Livadhi Beach und Umgebung

Gestern Abend um 20 Uhr wurde es hier laut. Rechts und links von uns stehen zwei richtig schicke neue 5 Sterne Hotels. Und in dem einen wurde die Eröffnung gefeiert. Eine Band fing an Musik zu machen und die ersten Lieder waren „New York New York “ gefolgt von „I did it my way“ – typisch albanisch halt… Dann wurde es moderner, nach einem Feuerwerk kam die albanische Musik, die teilweise recht theatralisch war. Und irgendwie haben wir dabei die Krise gekriegt, da uns bewusst wurde, dass wir nach 6 Wochen heute erstmalig so richtig in Richtung Norden gefahren sind. Momentan versuchen wir uns einzureden, dass wir hier ja noch einige Dinge anschauen wollen, aber das ändert die Tatsache nicht… Daher haben wir beschlossen, einfach wieder gen Süden zu fahren und zu vergessen, dass wir wieder heim müssen. Vielleicht merkt es ja gar keiner, wenn wir nicht wieder auftauchen….

Heute wollten wir ja auf jeden Fall noch hier bleiben und so habe ich die Chance der angenehmen Temperaturen genutzt und zum Frühstück leckere Pancakes gemacht.

Bei über 30 Grad hatte ich nämlich wenig Lust, noch den Herd anzuwerfen und es noch heißer zu machen. Nach dem Frühstück haben wir die Räder ausgeladen und sind einen abenteuerlichen Weg entlang der Küste zu zwei kleinen türkisfarbenen Buchten gefahren.

Unterwegs gab es tolle Blicke auf die Küste. Die Strände waren logischerweise kein Geheimtipp mehr und so war doch einiges los.

Ein paar Offroad Camper hatten außerdem ihr Quartier dort aufgeschlagen. Generell ist Albanien das einzige Land auf unserer Tour, wo wild campen erlaubt ist. Allerdings sind hier auch die Campingplätze total günstig. Aktuell zahlen wir mit allem 15 Euro die Nacht und wir finden, wir können den Leuten ruhig auch helfen, für ihre Leistung bezahlt zu werden. Hier haben wir bisher nur kleine Plätze mit max. 20 – 25 Einheiten gefunden, die ganze Familien ernähren und halt auch Saisonabhängig sind. Wir haben geschaut, wohin der Weg weiter führt und sind im Nachbarort am Strand raus gekommen.

Auch dort war alles im Umbruch, was das Thema Tourismus angeht. Alte Gebäude wurden abgerissen und überall wurde gebaut. Wir wollten die Strecke nicht zurück fahren und so haben wir beschlossen, die Hauptstraße zu nehmen – was aber damit verbunden war, dass wir erstmal heftig bergauf fahren mussten, um auf die Küstenstraße zu kommen. Von dort hatte man tolle Blicke auf die Küste. Von einem 375 m hoch liegenden Punkt ging es dann wieder steil bergab mit 12 Prozent Gefälle und so sind wir den Berg wieder runter gedüst, den wir vorher mühsam erkämpft haben. In Himare haben wir dann nochmal herzlich gelacht, denn die Ziegen haben dort die parkenden Autos als Kletterhilfe genutzt.

Zurück am Campingplatz waren wir ordentlich aufgeheizt und so sind wir ins kühle Naß ins Meer gegangen. Das hat echt gut getan!!! Nach einer Dusche sind wir dann hier in Restaurant essen gegangen und es war super lecker. Den Rest des Tages haben wir ausgeruht und es uns bei angenehmen Temperaturen gut gehen lassen.