2022 Korsika

Entlang der Westküste bis Porto

Heute morgen war es wieder sehr bewölkt gemeldet und so haben wir etwas länger geschlafen. Heute soll ein Küstenhighlight der Tour kommen und da macht Sonne mehr Spaß als Wolken. Und da es am späten Vormittag richtig schön werden sollte, haben wir das abgewartet. Nach dem Frühstück wollten wir erstmal einen französischen Supermarkt überfallen und Andi hat gelernt, dass „Casino“ nicht immer das meint, was drauf steht. Denn das ist hier eine Supermarktkette. Wir sind die Tage von einem Schweizer Pärchen auf ein sehr leckeres korsisches Getränk eingeladen worden und da wollten wir mal schauen, ob wir das hier finden. Außerdem wollte ich mal gucken, ob wir den berühmten korsischen Käse finden – auch wenn Andi da große Vorbehalte hat, denn bei Asterix ist von dem Gestank des Käses in Kombination mit einem Feuer das Piratenschiff explodiert🤣. Das soll unserem Wohnmobil natürlich nicht passieren! Tatsächlich kam es dann gar nicht zu dem Einkauf, da auf dem Parkplatz kein Platz für uns war…

Also sind wir gen Süden entlang der Küste gestartet. Es gibt eine gut ausgebaute schnelle Tour und eine Panoramastrasse, die wir natürlich genommen haben.

Erster Stop war auf einem Parkplatz, von dem aus man einen tollen Blick auf die vorgelagerte Insel inkl. Leuchtturm hatte. Es war ordentlich windig und wir haben ein paar Bilder gemacht. Dann haben wir einen ersten Eindruck bekommen, warum das Navi für 70 km mehr als 2 Stunden veranschlagt hat. Die Straße wurde eng und der Belag abenteuerlich.

Da hier aber nur noch Turis unterwegs waren, die eh auch langsam fahren, war es kein Thema. Enge Straßen und Ausweichmanöver sind wir schließlich von unserer Balkantour gewohnt. Die Straße ist immer wieder ins Landesinnere abgebogen und irgendwie ist man aber auch immer wieder am Meer gelandet.

Gefühlt waren hier gar keine Einheimischen mehr unterwegs, auch auf der schnelleren Straße, auf die wir wieder abgebogen sind, nicht. Wir haben ständig gehalten, da wir uns nicht satt sehen konnten. An einem Parkplatz mit wunderschönem Panorama haben wir mittag gemacht.

Und dann ging es weiter auf dieser Traumstrasse. Wie viele Kurven wir bis heute Abend gefahren sind, wissen wir nicht, aber sie haben sich absolut gelohnt. Die Straße war richtig in den Fels geschlagen und an manchen Passagen hing dieser richtig über die Straße.

Wir waren froh, dass wir total außerhalb der Saison unterwegs waren, denn ein paar Passagen hätten mit viel Gegenverkehr nicht ganz so viel Spaß gemacht. In Porto angekommen, hatte der angepeilte Campingplatz mal wieder geschlossen und so haben wir einen anderen angesteuert. Der hatte für Womos in unserer Größe gerade mal 2 Plätze und es war schon eng, dort hinein zu kommen. Wir haben trotzdem einen genommen und werden auch irgendwie wieder raus kommen… Eigentlich wollten wir uns jetzt auf die Räder schwingen und noch 15 km in die sogenannte Calanche fahren, aber wir waren beide total platt. Da neben uns ein Supermarkt war, sind wir zu Fuß einkaufen gegangen.

Nach einer kurzen Stärkung sind wir dann doch nochmal mit den Rädern ans Wasser gefahren. Die andere Tour werden wir morgen machen und wahrscheinlich einfach einen Tag länger hier bleiben. Und der Ort Porto hat uns mit seiner Schönheit mal wieder so aus den Socken gehauen.

Rund um eine Bucht sind ganz viele kleine Restaurants, das Meer haut mit seiner Brandung gegen die Mauern, mitten drin ist ein kleiner Hafen

und auf der anderen Seite ein toller Strand, wo die Brandung ebenfalls ordentlich tobt.

Und dann haben wir mal wieder einen genialen Sonnenuntergang erlebt…